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Aus dem Muswiesen-Summit wird der Zukunftswiesen-Summit

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Der Muswiesen-Summit war ein Überraschungserfolg im vergangenen Jahr. Die Macher wollen jetzt noch eine Schippe drauflegen - unter neuem Namen, an neuem Ort.

Es war ein Aufschlag, mit dem viele nicht gerechnet hatten. Als am 10. Oktober 2023 der Muswiesen-Summit stattfand, ging das Konzept der Studentengruppe auf Anhieb auf. Etablierte Mittelständler trafen im Forum in Rot am See auf Start-ups und interessierte Akteure aus Heilbronn und der ganzen Region.

Die jungen Organisatoren sind nun so etwas wie die New Kids on the Block, die aufstrebenden Talente in der Region. Und sie lassen nicht locker. Die zweite Auflage findet in der Mehrzweck- und Markthalle in Blaufelden statt, wieder am 10. Oktober. Mit dem Ort wechselt der Name. Aus dem Muswiesen-Summit wird der Zukunftswiesen-Summit.

Der Muswiesen-Summit fand 2023 erstmals in Rot am See statt. Die Neuauflage bekommt einen neuen Titel.
 Foto: Christian Gleichauf
Der Muswiesen-Summit fand 2023 erstmals in Rot am See statt. Die Neuauflage bekommt einen neuen Titel. Foto: Christian Gleichauf  Foto: Gleichauf Christian

Das Motto "Tradition trifft Innovation" hat funktioniert

Lange hatten sich die rund 15 Mitglieder des Orga-Teams den Kopf zerbrochen. Ihr Motto "Tradition trifft Innovation" hatte funktioniert mit Bezug auf die Traditionsunternehmen und die innovativen Start-ups.

Aber der Versuch, mit der innovativen Idee eine Verbindung zum traditionsreichen Jahrmarkt auf der Muswiese zu schaffen, war nur bedingt erfolgreich gewesen. Es gab wohl gewisse Vorbehalte. Unter anderem die "Leistungsschau" des Bundes der Selbstständigen, die seit fast 50 Jahren dort stattfindet, wusste mit dem Ansatz des Gründer-Nachwuchses nicht viel anzufangen.

Mit einem Versprecher das Gesuchte gefunden

Die Muswiese sollte also ohnehin aus dem Namen gestrichen werden, so viel war klar. "Zukunftsmacher" schien die Lösung. Doch gedanklich hing Initiator Samuel Keitel wohl noch an der Muswiese, als er von den Zukunftsmachern erzählen wollte und plötzlich "Zukunftswiesen" herauskam. Die Augen wurden groß. Und plötzlich war allen klar: Dieser Name sollte es sein.

"Die Zukunftswiese steht auch im übertragenen Sinn für die grüne Wiese, die wir hier gestalten wollen", sagt Lisa Schmitt, eine der Zukunftsmacherinnen. Und Laura Weber betont: "Wir wollten auf jeden Fall weg vom Ortsbezug, damit wir wirklich auch nach ganz Heilbronn-Franken wirken. Und so können wir auch mit der Veranstaltung durch die Region wandern." Damit ist klar: Das Event soll sich etablieren.

Viele Unterstützer nötig

Das Team hofft dabei auf Unterstützung von den Sponsoren des ersten Aufschlags. "Abgewunken hat noch niemand", sagt Samuel Keitel. Stattdessen habe es viel Interesse und Zuspruch gegeben. "Aber Verträge sind natürlich auch noch keine unter Dach und Fach."

Walter Doering erinnert sich an seine Anfänge mit dem Gipfeltreffen der Weltmarktführer.
Walter Doering erinnert sich an seine Anfänge mit dem Gipfeltreffen der Weltmarktführer.  Foto: Christian Gleichauf

Dankbar sind sie für die Hilfestellungen, die sie erhalten haben - etwa von Martin Buchwitz, Geschäftsführer der Verpackungscluster-Vereinigung Packaging Valley und zuvor der Wirtschaftsfördergesellschaft Hohenlohe Plus. Oder natürlich von Walter Döring, FDP-Urgestein, Netzwerker und Mitorganisator des Gipfeltreffens der Weltmarktführer.

Geplant ist diesmal auch ein Start-up-Pitch-Wettbewerb

Döring ist inzwischen zu so etwas wie einem Mentor für die junge Truppe geworden. So soll es diesmal unter anderem auf seinen Impuls hin eine Start-up-Pitch-Competition geben, mit Mittelständlern in der Jury. Auch hier getreu dem alten und neuen Zukunftswiesen-Motto "Tradition trifft Innovation". Darauf ist alles angelegt.

"Wir wollen Ausgewogenheit", betont Laura Weber. "Nicht nur die Start-ups sollen im Mittelpunkt stehen, sondern auch die Familienunternehmen aus der Region." Nicht nur Hohenloher und Heilbronner würden angesprochen, sondern Vertreter aus allen Landkreisen. Und auch parteipolitisch hoffen die Organisatoren, den richtigen Mix hinzubekommen.

Walter Döring bewahrte die Gruppe vor überflüssigen Risiken

Geld von Dieter Schwarz und seiner Stiftung gibt es für die Zukunftsmacher nicht direkt - immerhin sind aber die Campus Founders in Heilbronn Partner der Veranstaltung. "Durch unsere Nähe zu den Campus Founders kommt ja mancher auf die Idee, dass wir da kräftig unterstützt werden", sagt Samuel Keitel. Aber was nicht ist, könne ja noch werden, meint er augenzwinkernd.

Finanziell sind sie bisher hingekommen. Glücklicherweise waren sie nicht in die Falle getappt, als sie im vergangenen Jahr ein Zelt neben der Halle aufbauen lassen wollten. Die Slush"D sei das Vorbild gewesen. "Walter Döring hat uns davon abgebracht, dafür sind wir ihm sehr dankbar." Es hätte wohl im finanziellen Desaster geendet.

Auch diesmal wieder kurz vor der Heilbronn Slush'D

Apropos Slush"D: Das Start-up-Festival der Campus Founders findet in diesem Jahr wieder am 24. Oktober in Heilbronn statt. Es wird also ein heißer Herbst für die Start-up-Szene. Und die Region kann zeigen, dass sie mit den neuen und alten Lieblingsthemen zusammenrücken kann.

Tickets für den Zukunftswiesen-Summit gibt es hier:

www.zukunfts-macher.de

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