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Audis Artemis wird offenbar zurechtgestutzt

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Im VW-Konzern wird aufgeräumt. Das hat konkrete Folgen auch für Audi. Vor allem die Software braucht offenbar viel mehr Zeit. Und dann steht plötzlich die Frage nach dem Börsengang wieder im Raum.

Die Aufräumarbeiten von VW-Chef Oliver Blume dauern an. Seit Wochen lassen immer wieder neue Meldungen aufhorchen, welche Software-Versionen und welche Neuentwicklungen verschoben werden. Medienberichten zufolge wird Blume, der seinen Vorgänger Herbert Diess Anfang September ablöste, nun das Prestige-Projekt Trinity auf frühestens 2028 terminieren. Das ist eine Verzögerung von drei Jahren.

Artemis nein, Landjet ja?

Zugleich ist offenbar das Audi-Vorzeigeprojekt Artemis in seiner geplanten Form Geschichte. "Handelsblatt" und "Automobilwoche" berichteten, dass das Projekt nicht fortgeführt wird. Wie das zu verstehen ist, ist nicht ganz klar.


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Denn trotz allem hält Audi offenbar an den unter dem Artemis-Dach geplanten Modellen Landjet und Landyacht fest. Es geht also vor allem um das Betriebssystem der VW-Tochter Cariad. Artemis wie auch Trinity waren zuletzt zusammen gedacht worden und sollten mit der Software 2.0 bereit sein für autonomes Fahren nach Level 4.

Diese Software wird es nicht vor dem Ende des Jahrzehnts geben. Es bleibt vorerst bei den Versionen 1.1 und 1.2. Autonom fahrender Pionier im Konzern soll zudem der ID.Buzz von VW sein. Audi ist hier plötzlich außen vor.

Cupra hat die Nase vorn

Was das alles für Audi-Chef Markus Duesmann bedeutet, darüber wird teils wild spekuliert. Fest steht: Innerhalb der kurzen Amtszeit von Blume an der VW-Spitze hat er schon einige Kröten schlucken müssen. Zudem, so berichtet das "Manager Magazin", soll es Pläne für weitere Börsengänge einzelner Marken geben.

Hier ist Audi offenbar nicht an erster Stelle gesetzt. Die Produktpalette sei zu alt, die Rendite zu gering, wird kolportiert. Der Seat-Ableger Cupra könnte Audi womöglich den Rang ablaufen und damit zu einer ernsten Konkurrenz im Konzern erwachsen.

 

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