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Audi-Zulieferer Schedl einigt sich auf Haustarifvertrag

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600 Euro Prämie: IG Metall begrüßt Abschluss als Einstieg in weitere Verhandlungen. Umstrittene Vorwürfe gegen zwei Betriebsräte wurden bislang nicht fallen gelassen.

Der wegen seines Umgangs mit dem Betriebsrat in die Kritik geratene Autozulieferer Schedl hat einen Haustarifvertrag mit der IG Metall abgeschlossen. Wie Gewerkschaftssekretär Philipp Zänker mitteilt, haben die Metaller bei Schedl am vergangenen Samstag dem Vertrag zugestimmt.

Klare Rahmenbedingungen und eine satte Sonderzahlung

Wie Schedl-Geschäftsführer Patrik Fierens auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt, profitieren die Mitarbeiter erst einmal von der Auszahlung einer einmaligen Coronaprämie von 600 Euro netto noch im März sowie von Lohnerhöhungen von zwei Prozent ab Oktober.

 


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Darüber hinaus seien Urlaubsgeld, eine Jahressonderzahlung sowie Zuschlagszahlungen festgeschrieben worden - in etwa auf der Höhe, wie sie bisher schon freiwillig bezahlt wurden. Schedl-Geschäftsführer Fierens betont, dass der Abschluss trotz außergewöhnlich schwieriger Rahmenbedingungen gelungen sei, womit Schedl als Arbeitgeber Verantwortung beweise. Von dem Tarifabschluss würden selbstverständlich auch alle nicht tarifgebundenen Mitarbeiter am Standort Heilbronn profitieren.

Gewerkschaftssekretär Zänker betont, nun bestehe Rechtssicherheit für die Mitarbeiter, Sonderzahlungen könnten nicht mehr einfach gestrichen werden. "Und uns war wichtig, dass die Leute mit der Corona-Prämie jetzt schnell etwas in der Hand haben." Insgesamt sei der Abschluss allerdings nur der erste Schritt. "Es muss in dieser Richtung weitergehen", so Zänker.

 


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Vergleich mit einem der Betriebsräte

Neuigkeiten gibt es auch, was die Betriebsräte angeht. Vier Mitglieder des Gremiums hatte Schedl mit umstrittenen Vorwürfen kündigen wollen. In einem Fall wurden die Vorwürfe fallen gelassen. Mit einem weiteren Betriebsrat habe sich das Unternehmen nun verglichen, teilt Patrik Fierens mit. Über die Konditionen sei Stillschweigen vereinbart worden. Vor Gericht hatte ihm die Anwaltskanzlei Schreiner + Partner im Namen des Arbeitgebers noch eine Abfindung von 50.000 Euro angeboten. Weitere zwei Betriebsräte, denen gekündigt werden sollte, wollen weitermachen und sich auch wieder zur anstehenden Betriebsratswahl stellen. Die Vorwürfe gegen sie hat Schedl noch nicht fallen gelassen. Der Autohersteller Audi, für den Schedl Räder montiert, hatte gegenüber unserer Zeitung zuletzt mitgeteilt, dass Gespräche mit der Geschäftsführung von Schedl stattgefunden hätten.

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