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Audi, Porsche und Daimler fangen Absatzminus von 15 bis 30 Prozent auf

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Die Chipkrise hinterlässt Spuren bei den Autobauern. Premiumhersteller produzierten im dritten Quartal deutlich weniger. Finanziell sieht es dagegen recht gut aus.

Wegen fehlender Chips wurde auch bei Audi die Produktion eingeschränkt. Foto: dpa
Wegen fehlender Chips wurde auch bei Audi die Produktion eingeschränkt. Foto: dpa  Foto: Christoph Schmidt (dpa)

Die Premium-Autohersteller Audi, Porsche und Daimler kommen finanziell gut mit den Produktionseinschränkungen infolge der Chipkrise zurecht. Und das, obwohl die Absatzzahlen auch im dritten Quartal teils deutlich zurückgegangen sind.

Audi liefert fast ein Viertel weniger aus

Bei Audi, das von Juli bis September 366.000 Autos auslieferte, lag das Minus bei 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. "Die schwierige Versorgungslage führte vermehrt zu Verzögerungen in der Produktion", teilt eine Sprecherin in Neckarsulm auf Nachfrage mit. Die Versorgung stabilisiere sich nur langsam.

Der Umsatz gab allerdings nur um zwölf Prozent auf 11,2 Milliarden Euro nach. Damit liegt der Autobauer nach neun Monaten bei 40,4 Milliarden Euro und somit gut 21 Prozent über Vorjahr. Operativ verdiente Audi im jüngsten Quartal nur noch etwa 800 Millionen Euro.


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Weiterhin Produktionsausfälle in Neckarsulm

Die Einschränkungen bleiben ein Thema. Am Standort Neckarsulm läuft nächste Woche zwar die Produktion von A4, A5 und A8 sowie in den Böllinger Höfen wie geplant. Beim A6 und A7 ruht die Produktion nach dem Feiertag aber auch für den Rest der Woche.

Angesichts der Neun-Monatszahlen wird deutlich, dass Audi für das Gesamtjahr keine starken Zuwächse mehr erwarten kann, was Umsatz und Absatz angeht.

Weil die verfügbaren Halbleiter nun aber vorrangig in profitablere Modelle eingebaut werden und offenbar auch weniger Rabatte gegeben werden müssen, erhöhte die VW-Tochter ihre Ergebnisprognose: Statt sieben bis neun Prozent vom Umsatz sollen im Gesamtjahr neun bis elf Prozent als Gewinn übrig bleiben. Eine Umsatzrendite im zweistelligen Bereich ist das Ziel.

Daimler-Chef Ola Källenius (von links), Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Audi-Vorstand Peter Kössler und Porsche-Chef Oliver Blume am Donnerstag vor Beginn des Strategiedialogs Automobilwirtschaft. Die Chipkrise war auch hier Thema.
Foto: dpa
Daimler-Chef Ola Källenius (von links), Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Audi-Vorstand Peter Kössler und Porsche-Chef Oliver Blume am Donnerstag vor Beginn des Strategiedialogs Automobilwirtschaft. Die Chipkrise war auch hier Thema. Foto: dpa  Foto: Bernd Weißbrod

Weniger Gewinn auch bei Porsche

Der Sportwagenhersteller Porsche konnte im dritten Quartal ebenfalls deutlich weniger Autos ausliefern als im Vorjahreszeitraum. Um 15 Prozent gingen die Zahlen zurück auf 63.500.

Der Umsatz gab um 5,4 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro nach, der operative Gewinn lag bei 810 Millionen Euro, etwas mehr als im ebenfalls renditeschwachen Vorjahresquartal. Im ersten und zweiten Quartal lag das Ergebnis noch bei 1,2 und 1,6 Milliarden Euro.

Elektrisch weiter gefragt

Der Porsche Taycan, das vollelektrische Modell der Zuffenhausener, schwächelte ebenfalls und wurde nur 8800 mal ausgeliefert, im zweiten Quartal lag der Absatz noch bei 10.750.

Positiv entwickelte sich der Absatz der vollelektrischen Modelle bei Audi. Trotz Chipkrise wurden mit 20.000 Autos mehr als in den Vorquartalen abgesetzt.

Daimler mit sattem Milliardengewinn

Auch Daimler schaffte es, trotz geringerer Stückzahlen gute Finanzzahlen zu präsentieren. Im Daimler-Konzern ging der Absatz um 25 Prozent zurück, im Pkw-Bereich sogar um 30 Prozent. Hier wurden vor einem Jahr noch 673.000 Autos und Vans abgesetzt, im dritten Quartal 2021 nur noch 471.000.

Das bereinigte operative Ergebnis gab um zehn Prozent auf 2,2 Milliarden Euro nach, im Gesamtkonzern legte dieser Wert durch den Beitrag der Finanztochter Daimler Mobility und der Truck-Sparte um vier Prozent auf 3,6 Milliarden zu. Der Gesamtumsatz lag konstant bei 40 Milliarden Euro.


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