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Audi geht wegen fehlender Chips in Kurzarbeit

  
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Die Produktion des A4 und A5 in Neckarsulm wird ab kommendem Montag gestoppt, Ingolstadt ist ebenso betroffen. Auch der Lockdown macht sich offenbar bemerkbar.

Das Foto zeigt die A5-Produktion im Werk Ingolstadt. Foto: Audi
Das Foto zeigt die A5-Produktion im Werk Ingolstadt. Foto: Audi  Foto: Stefan Warter (AUDI AG)

Die mangelnde Verfügbarkeit von Halbleiterchips sorgt für Produktionseinschränkungen bei Audi. VW hatte bereits im Dezember angekündigt, dass wegen der fehlenden Bauteile die Produktion im ersten Quartal um bis zu 100.000 Fahrzeuge gekürzt werde.

Nun teilt auch Audi mit, dass ab Montag, 18. Januar, in Neckarsulm die A4- und A5-Montage sowie ab Donnerstag, 21. Januar, in Ingolstadt die Fertigungslinien I und II bis voraussichtlich 29. Januar nicht produzieren. Begründet wird der Schritt zum einen mit der Knappheit an Chips, zum anderen mit den Auswirkungen des anhaltenden bundesweiten Lockdowns. Ebenfalls betroffen sind weitere europäische, chinesische und nordamerikanische Standorte.

Chiphersteller haben Situation unterschätzt

Der Mangel hat vielfältige Ursachen. Zum einen steigt der Bedarf insgesamt, zum anderen auch ganz besonders in der Automobilindustrie, wo Assistenzsysteme und Elektromobilität mehr elektronische Steuerung erfordern. Als im Zuge des weltweiten Shutdowns im vergangenen Jahr Produktionsrückgänge zu beobachten waren, stellten wichtige Chiphersteller ihre Produktion um - und wurden nun von der schnellen Erholung überrascht.

Die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage über diesen Zeitraum hinaus bleibt sehr komplex, schreibt Audi in einer Mitteilung. Die Audi AG prüfe fortlaufend Gegenmaßnahmen und Alternativen, um die Auswirkungen des Lieferengpasses und damit die Zahl der betroffenen Fahrzeuge zu begrenzen - auch in enger Abstimmung mit den Zulieferern und mit dem Betriebsrat.

VW und Audi nicht allein

Auch Hersteller wie Ford, Toyota, Fiat, Nissan, Honda und Daimler sind von den Lieferengpässen betroffen.

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