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Ministerium sieht für GKN keinen Anlass zur Sorge

  
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Nachdem die Anti-Atomkraft-Initiative Ausgestrahlt vergangene Woche ein neues Gutachten zum Atomkraftwerk GKN II präsentierte und damit seine sofortige Abschaltung forderte, nimmt das Umweltministerium in Stuttgart jetzt Stellung. Atomkraftgegner kontern: Das Ministerium habe diesmal sogar ein falsches Zitat konstruiert.

Die Darstellung des Gutachters Dieter Majer enthalte nach einer ersten Bewertung keine neuen Sachverhalte, schreibt das Ministerium. Damit gebe es auch keine neue sicherheitstechnische Bewertung durch die Atomaufsicht.

Korrosion hatte in der Vergangenheit an annähernd 300 Rohren zu Rissbildung geführt. Doch die von Majer angenommenen "umlaufend gleichmäßig tiefen Risse", die zu einem plötzlichen Bruch von einem oder mehreren Rohren führen könnten, seien aufgrund der Ergebnisse der Prüfungen und den nationalen und internationalen Erfahrungen in solchen Fällen nicht zu unterstellen, erklärt das Umweltministerium.

Es habe zudem auch in der Vergangenheit nie einen Zustand gegeben, in dem ein Störfall nicht beherrscht worden wäre.

Atomkraftgegner werfen Ministerium Fälschung des Zitats vor

Franz Wagner, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Atomerbe, kritisiert, das Ministerium habe mit „von Herrn Majer angenommenen umlaufend gleichmäßig tiefen Rissen“ ein falsches Zitat konstruiert, das in der Stellungnahme gar nicht vorkomme. "Niemand geht von umlaufend gleichmäßig tiefen Rissen aus", so Wagner gegenüber unserer Zeitung. Darüber hinaus ziehe das Ministerium seit 2018 die falschen Schlüsse aus bekannten Fakten. Nach der Bewertung von Gutachter Majer, der die Atomaufsicht des Bundes geleitet hatte, sei dieser regelwidrige Zustand im GKN II als anhaltender Störfall der Kategorie 2 einzustufen. Das Ministerium weigere sich, dies anzuerkennen.

 


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Gutachter: Rohre im Atomkraftwerk GKN II stellen akute Gefahr dar


Maßnahmen zeigen Wirkung

Das Ministerium betont allerdings, die Abhilfemaßnahmen zeigten Wirkung. Durch wiederkehrende Prüfungen und Verschließen aller Rohre "mit rissartigen Anzeigen" könne das Auftreten von Leckagen mit hoher Zuverlässigkeit vermieden werden. "Wir nehmen Hinweise in jedem Fall ernst. Das ist auch im Fall der Dampferzeuger-Heizrohre uneingeschränkt geschehen", heißt es in der Mitteilung des Ministeriums.

 

 

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