Heilbronn und Region setzen bei Zukunftsthemen ein Ausrufezeichen
Die Bewerbung der Region Heilbronn-Franken beim Förderprogramm RegioWin zeigt, welches Tempo der Raum Heilbronn vorlegt. Diese Dynamik darf nicht ausgebremst werden, kommentiert Christian Gleichauf.
Alle sechs Projekte haben keine Chance, so viel scheint sicher zu sein bei dieser bemerkenswerten Bewerbung der Region Heilbronn-Franken. Aber Qualität und Anzahl der Projekte allein setzen schon ein Ausrufezeichen. Hier tut sich was.
Ermöglicht wird das – keine Überraschung – wieder einmal zu einem nennenswerten Anteil durch die Dieter-Schwarz-Stiftung. Sie müsste, sollte das Fördergeld fließen, einen hohen einstelligen Millionenbetrag setzen. Das aufstrebende Molit-Institut und die Hochschule Heilbronn könnten so die Chance erhalten, der künstlichen Intelligenz zum Durchbruch zu verhelfen – erst recht, wenn Heilbronn auch noch den Zuschlag für einen KI-Innovationspark erhält. Die Stadt hat mehrere Eisen im Feuer. Die TUM hat ebenfalls ihre Finger im Spiel. Und dann könnte der Raum Heilbronn auch noch zu einer Modellregion für den Wasserstoff werden.
Fast übersieht man dabei, dass es eben keine Bewerbung Heilbronns ist, sondern eine der gesamten Region – auch wenn nur je ein Projekt aus Main-Tauber und dem Hohenlohekreis kommt. Das darf man angesichts der gefragten Eigeninitiative und -finanzierung nicht leichtfertig abtun. Umgekehrt wird ein Schuh draus: So dynamisch wie in Heilbronn und seinem Umland geht es kaum irgendwo im Land vorwärts. Das wird auch in Stuttgart zur Kenntnis genommen. Allerdings: Viele Ideen haben Unterstützung verdient, und bei der Vergabe von Fördergeld spielen oft ganz unterschiedliche Gesichtspunkte eine Rolle. Es wäre nur schade, wenn die Dynamik hier ausgebremst wird.
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