Welche drei Vorschläge für das Lindenberg-Areal sind noch im Rennen?
Das Heilbronner Architekturbüro Krummlauf-Teske-Happold ist als erster Wettbewerbssieger nominiert. Ende des Jahres soll die Entscheidung fallen.

Die alte Lindenberghalle ist angezählt. Ihre Zeit neigt sich seit Freitag noch deutlicher dem Ende entgegen. In mehreren Wertungsgängen haben die 13 Juroren der Auswahlkommission die Arbeiten der 15 per Losverfahren aus einem noch viel größeren Bewerberkreis zugelassenen Arbeitsgemeinschaften anonymisiert beurteilt. Damit steht fest, dass drei Entwürfe weiterhin im Rennen sind.
Die Planung des Heilbronner Architekturbüros Krummlauf - Teske - Happold in Zusammenarbeit mit den Stuttgarter Jedamzik und Partner Landschaftsarchitekten steht demnach an erster Stelle. Mit weiteren Preisen wurden zwei Stuttgarter Entwürfe bedacht, die die Walter-Huber-Architekten und Sophia Hartwig Landschaftsarchitektur sowie Dasch, Zürn und Partner, Bäuerle Landschaftsarchitektur und Stadtplanung abgegeben hatten.
Alle 15 Ergebnisse wurden der Bevölkerung am Samstag in Architekturmodellen und auf Stellwänden in der Aula der Otto-Klenert-Schule präsentiert. "Um die Ergebnisse transparent zu machen und weiter daran zu arbeiten", betonte Bürgermeister Timo Frey.
Klar definierte Bereiche
Das vorläufige Siegermodell interessierte Carmen und Wolfgang Dürr aus der Brauerei-Elsässer-Straße besonders. Dass die neue Mehrzweckhalle mit klar definierten Bereichen für Sport, VHS und Veranstaltungen zu ihrer Seite hin einen Versatz aufweist, höhengestaffelt ist und nicht als großer Block daherkommt, fand das Ehepaar erst einmal positiv.
Worauf achten die Anwohner?
"Wichtig für unser Haus ist, dass die Terrasse und die Fensterfronten nicht im Schatten liegen", machte der Anwohner klar. Sie seien bewusst so ausgerichtet, dass man im Winter Sonne und Wärme nutzen könne. Ausschlaggebend sei nun die genaue Maßstabsbetrachtung. Die davon durch die Ausfahrtsstraße des Baugebiets "Neuenstadter Straße II" abgetrennte und Richtung Friedhof gerückte Kindertagesstätte kam gut an. Ebenso wie die zwischen beiden Gebäuden vorgelagerten, von der Neuenstadter Straße aus zu befahrenden und klar zugeordneten Stellplätze.
Nachbarn sollen berücksichtigt werden
Eine Lärmschutzwand an der Hangkante sei aber völlig unnötig. "Hässlich und kostet nur Geld", fand Carmen Dürr. Eine natürliche Bepflanzung sei für Vögel und als Schallschutz wesentlich besser. Dazu versicherte der Juryvorsitzende Wolfgang Riehle, Ehrenpräsident der Architektenkammer Baden-Württemberg: "Erste Aufgabe ist es, die Nachbarn entsprechend schonend zu berücksichtigen."
Gemeinderat wird über die Ergebnisse informiert
Am heutigen Dienstag (20. September) wird der Gemeinderat in einer Sondersitzung über die Ergebnisse in Kenntnis gesetzt. Im Vorgriff machte Riehle deutlich: "Unsere Empfehlung wird sein, mit dem ersten Preisträger weiterzumachen." Jedoch bleiben alle drei Preisträger nach der Vergabeverordnung für europaweite Verfahren im Boot.
Wann wird endgültig entschieden?
Mit einer Entscheidung des Gemeinderats rechnet Bürgermeister Timo Frey im Dezember oder Januar. Denn der Förderrahmen von drei Millionen Euro setzt enge Grenzen: "Bis Ende 2024, Anfang 2025 muss er baulich abgeschlossen sein."
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