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Stadt Bad Friedrichshall lässt zahlreiche Eschen im Kocherwald fällen

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Die Stadtverwaltung erklärt, warum die Bäume weichen mussten. Der Trimm-Dich-Pfad blieb entgegen Berichten aus der Bevölkerung unversehrt.

Im Kocherwald sieht es dieser Tage wild aus. Die Fällung zahlreicher Bäume war nach Angaben der Stadt jedoch notwendig, da sie krank waren.
Im Kocherwald sieht es dieser Tage wild aus. Die Fällung zahlreicher Bäume war nach Angaben der Stadt jedoch notwendig, da sie krank waren.  Foto: Seidel, Ralf

Großflächige Baumfällarbeiten im Kocherwald im Bereich der Tennisplätze und des nördlichen Trimm-Dich-Pfades haben in Bad Friedrichshall in den vergangenen Tagen für Staunen und teils Empörung gesorgt. Sie waren aber nicht zu vermeiden, teilt Kämmerer Alexander Preuss auf Nachfrage mit. Die Bäume mussten gefällt werden, weil sie krank waren. Durch das sogenannte Eschentriebsterben waren einige Pflanzen bereits abgestorben, andere kurz davor, informiert er.

Den völlig vertrockneten Zustand des Holzes könne jeder Passant begutachten. Außerdem sehe man die Einläufe am Stammfuß, die auf den Befall des Hallimasch-Pilzes hindeuteten. Dieser befalle die Wurzeln der geschwächten Eschen und bringe sie zum Umstürzen. Aus Sicherheitsgründen musste die Stadt die Bäume gerade im Kocherwald, in dem viele Spaziergänger und Sportler unterwegs sind, sowie im Bereich des Erlenwegs mit Spielplatz, Freibad, Tennisplatz, Trimm-Dich-Pfad, Schule, Bebauung und Parkplätzen an und im Wald fällen.


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Maschinen hinterlassen im Sommer weniger Spuren im Wald

Dass dies mit übertriebenem Maschineneinsatz erfolgt sei, so der Vorwurf aus der Bevölkerung, stimme nicht, sagt Alexander Preuss. "Bei der augenblicklichen Trockenheit hinterlassen die Arbeiten wesentlich weniger Spuren als im feuchten Winter." Die Arbeiten seien außerdem durch geschulte Forstwirte und mit Spezialmaschinen durchgeführt worden.

Die Bäume wögen zum Teil bis zu fünf Tonnen, weshalb der Bauhof hier nicht tätig werden könne. "Es werden etwa 500 Festmeter Holz eingeschlagen, was auch der Einschlag für das Forstwirtschaftsjahr 2023 sein wird", fasst der Kämmerer zusammen. Lediglich zufällige Ereignisse wie Sturm könnten noch weitere Maßnahmen erfordern. Der Trimm-Dich-Pfad ist laut Alexander Preuss bei den Arbeiten, die seit Mittwoch weitgehend beendet seien, nicht beschädigt worden. Der Pfad sei in "ausgezeichnetem Zustand". Wellen im Split, die durch das Herausziehen der Bäume entstanden sind, seien beseitigt worden. Sollte das nicht überall der Fall sein, bessere der Bauhof noch nach. Durch die Fällungen wurde sogar eher verhindert, dass der Trimm-Dich-Pfad wie in der Vergangenheit von umstürzenden Bäumen beschädigt werde.

Stadt pflanzt Baumarten, die besser mit dem Klimawandel zurecht kommen

Um den Verlust von Eschen auszugleichen, pflanzt die Stadt immer wieder neue Bäume im Kocherwald. In den vergangenen zwei Jahren wurden rund 5000 neue Pflanzen gesetzt, überwiegend Eichen und Elsbeeren, informiert Alexander Preuss. "Um sinnvoll pflanzen zu können, braucht es eine zusammenhängende Fläche, in der möglichst keine Eschen mehr stehen, die auf die für den Wildschutz notwendigen Wuchshüllen oder einen Zaun fliegen können", erklärt er.

Es werde auch weiter aufgeforstet. Allerdings erst im Herbst, wenn der Waldboden feuchter sei. Würde man Jungpflanzen jetzt einsetzen, müsste man sie gießen, was nicht möglich sei. Generell setze die Stadt bei Pflanzungen darauf, Baumarten auszusuchen, die besser mit dem Klimawandel zurechtkommen.

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