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Erfolgreiche Premiere

500 Teilnehmer beweisen sich an 34 Hindernissen beim Rats-Run in Möckmühl

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Bei der ersten Auflage des Wettstreites ist gleich die maximale Teilnehmerzahl erreicht. Für die einen steht eindeutig die Gaudi im Vordergrund, andere haben durchaus sportlichen Ehrgeiz.

Von Ute Plückthun
Mit voller Power gingen die Teilnehmenden die insgesamt 34 Hindernisse bei der Premiere des Möckmühler Rats-Run an.
Foto: Ute Plückthun
Mit voller Power gingen die Teilnehmenden die insgesamt 34 Hindernisse bei der Premiere des Möckmühler Rats-Run an. Foto: Ute Plückthun  Foto: Plückthun, Ute

Zum sportlichen Dress trägt Melanie Binnig lange, pinkfarbene Strümpfe bis zum Knie. "Weil man bei so einem Lauf auch robben muss", sagt die Erlenbacherin. Sie weiß, was bei der Premiere des Rats-Run auf sie zukommt. Immerhin war sie mehrfach in Bühlertann und Weißenburg, zudem regelmäßig beim Motorman Run in Neuenstadt und zweimal beim S"Kay-Run in Erlenbach mit von der Partie. Was sie daran reizt, fasst sie in einem Wort zusammen: "Abenteuer."

Erfolgreich ist der Versuchsballon in Möckmühl gestartet. Nachdem einer der sieben süddeutschen Rats-Run-Ausrichter ausgestiegen war, hatte die Sportvereinigung (Spvgg) sich den Lauf auf fünf Jahre gesichert. "Wir haben fünf Vorbereitungstrainings angeboten", erzählt Sven Rauhut vom Orga-Team. Mit je 35 bis 40 Teilnehmern waren sie gut nachgefragt.


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Örtliche Firmen unterstützen beim Rats-Run

Gleich bei der Premiere ist mit 50 Läufern auf der 20-Kilometer-Strecke und 450 auf zehn Kilometern die Maximalzahl erreicht. Was die Teilnehmenden in Richtung Ruchsen und wieder zurück zum Festplatz erwartet, sind 34 spaßige und anspruchsvolle Hindernisse. 40 Helfer der Spvgg, 25 Mitglieder des DRK Möckmühl, sechs der DLRG und vier der Freiwilligen Feuerwehr Ruchsen sind im Einsatz. "Wir haben viel Unterstützung von örtlichen Firmen bekommen", ergänzt Tobias Lehner.

Hoch zum Wald sind 230 Höhenmeter zu überwinden. Es geht über Riesenreifen, Strohballen, Baumstämme und Palettenlager, durch Entwässerungsrohre, einen Privatsee und die Jagst, unter einem spritzenden Netz hindurch oder mitten in das dreckige Kohlwasser eines Containers. Die Ratten sind zwar aus Plastik, aber man muss sich überwinden. Klettern, hangeln, springen und kriechen sind angesagt. Hindernisse tragen Namen wie Ameisenhügel, Klagemauer, "Do it in the dirt" oder Rattenfalle.


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Einmal den Pokal gewinnen

Spaßveranstaltung oder doch eher Sportereignis? Melanie Binnig macht "schon sportlichen Ehrgeiz" geltend: "Einmal möchte ich den Holzpokal in den Händen halten", sagt sie gut gelaunt und wird am Ende Zweite. Für ihre Freundin Sabine Ehnes aus Degmarn steht dagegen der Spaß im Vordergrund. "Man hilft sich ja auch gegenseitig".

Tanja Ehmann, Organisatorin und Fitness-Abteilungsleiterin, geht als Begleiterin ihrer Töchtern Feodora (9) und Aurelia (11) die zehn Kilometer an. "Völlig zeitoffen, sie sollen Spaß haben." Wohl wissend, wie laufbegeistert sie sind.

Nächstes Jahr wieder

Als Gaudi geht Marco Weinand das Rennen mit seinem Kumpel Reiner Semen an. Im Bierkostüm verrät er: "Wir sind die zwei Hellen aus Möckmühl." Warum sie mitlaufen? "Reiner Spaß." Darum geht es auch dem bayrischen Schuljungen Christian Ruppert aus Erbendorf sowie René Preisler aus Mosbach, der als "Digital Poineer" mit einem zerrissenen T-Shirt das darstellt, "was die KI mit uns anstellen wird".

Die meisten sind sportlich betont. Wie die namensgebende Firma Heizungs-Schmidt, die mit 30 Leuten die größte Gruppe stellt. Oder der Berlichinger Florian Hägele. Er war schon bei 20 Events dieser Art, dreimal auch beim Rats Run in Kupferzell, dabei. "Anspruchsvolle Hindernisse, viele Höhenmeter, es hat eine ganze Menge Spaß gemacht", sagt er nach dem Lauf und holt auf zehn Kilometern Platz drei. "Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei." Dann mit Ausbaupotential, wie Sven Rauhut ankündigt: "Mehr Läufer, mehr Hindernisse und mit einer speziellen Kategorie für Kids."

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