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Öhringen
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Feuerwehr-Baustelle in Öhringen ist im Zeit- und Kostenrahmen

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Erweiterung und Neubau der Feuerwache erfolgt im laufenden Betrieb. Einsätze wurden bis jetzt aber nicht behindert. Kosten von knapp zwölf Millionen Euro können eingehalten werden.

Die Rohbaufirma Stauch ist weitgehend fertig auf der Baustelle der Feuerwehr. Am gestrigen Montag schwebten die Holzteile ein, hier die Tür zur Dachterrasse.
Die Rohbaufirma Stauch ist weitgehend fertig auf der Baustelle der Feuerwehr. Am gestrigen Montag schwebten die Holzteile ein, hier die Tür zur Dachterrasse.  Foto: Tscherwitschke, Yvonne

Es läuft. Darin sind sich die Mitarbeiter des Architekturbüros Schimmel einig. Sie stehen mit Feuerwehrmann Heinz Küstner auf der Baustelle und beobachten, wie die vorgefertigten Holzteile einschweben. Keine leichte Arbeit bei dem starken, böigen Wind am Montag.

Doch die Mitarbeiter von Holzbau Helmut Karle aus Nitzenhausen sind geübt. Hängt eines der großen Teile am Haken, steht es nur wenige Minuten später an seiner Position auf dem Anbau der Feuerwache Öhringen. Noch drei, vier kräftige Schläge mit dem Schlegel - und die nächste Wand ist gestellt.


Platz für alle Fahrzeuge

Michael Haußmann vom Architekturbüro Schimmel ist zufrieden. Die neue Fahrzeughalle Richtung Sportplatz steht. Die großen Falttore öffnen die Garage, die deutlich höher ist als die alte - und die künftig Platz für alle 16 Fahrzeuge der Öhringer Wehr bietet. Bis dato gab es einige Fahrzeuge, die in zweiter Reihe und am Waschplatz auf ihren Einsatz warten mussten. Apropos Waschplatz: Der ist künftig auch so ausgelegt, dass die Fahrzeuge an einem Stück komplett gewaschen werden können, ohne zur Hälfte auf dem Vorplatz zu stehen. "Das war vor allem im Winter schlecht, wenn es eisig wurde", weiß Heinz Küstner.

Extrem stabiler Boden

Der Estrich in der neuen Fahrzeughalle ist ebenfalls schon gelegt. Nun kommt noch der Rüttelklinker. "Da werden die Fliesen direkt in den Estrich verlegt. Das ist extrem stabil", erklärt Michael Haußmann.

An die Zukunft gedacht wird auch bei der Gestaltung der Fassade. "Es wird auf die Trennbarkeit der Werkstoffe geachtet", erklärt Stefen Tolksdorf. Die nach Süden ausgerichteten Fassaden werden zudem mit Solarpanelen zur Stromgewinnung genutzt. 200 Kilowatt wird die Anlage bringen.

Einsätze von Baustelle nicht gefährdet

"Es läuft gut, so gut es laufen kann bei einem Bau im Bestand", sagt Pascal Neumann. Zwei bis vier Einsätze hatte die Feuerwehr jede Woche, seit ihr Areal Baustelle ist. "Wir hatten schon Bedenken, ob das alles hinhaut, wenn dann der Betonmischer zum Beispiel dasteht", nennt Michael Haußmann die Probleme. Doch bis dato habe alles funktioniert. In Kalenderwoche zwei des Jahres 2024 kommt die Schlauchwerkstatt, 25 Meter ist die lang. Die muss bis Februar in Betrieb gehen. Dort werden bis zu 10 000 Schläuche für den ganzen Hohenlohekreis gewaschen. Nach dem Waschen werden die Schläuche im Turm zum Trocknen aufgehängt. Der weithin sichtbare Turm ist 28 Meter hoch. Von dort oben hat man einen guten Blick auf die Baustelle, erkennt gut die Trennung von Alt- zu Neubau und den nach hinten versetzten Aufbau in Holzständer-Bauweise.

Kostenrahmen wird gehalten

11,7 Millionen Euro wird der Neubau und die Erweiterung kosten. Brandschutz und Schwarz-Weiß-Trennung sind wichtige Bestandteile der Planung. Im Februar 2022 hat der Gemeinderat beschlossen, am bisherigen Standort zu erweitern. Spatenstich war im Februar dieses Jahres. Die Einsatzleitung hat einen Container vor der Wache.

Zeitplan

Zu Weihnachten soll der Neubau eingeweiht werden können. Im Spätsommer 2024 soll die gesamte Baumaßnahme dann fertig sein.

 
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