Spatenstich in Öhringen: Neue Feuerwehr am alten Standort
Richtfest soll im Herbst sein. Neue Gebäude für moderne Wache.

Für Ulrich Schimmel ist es ein Heimspiel, wie er selber sagt: Er ist zum einen Architekt des neuen Domizils der Freiwilligen Feuerwehr Öhringen am alten Standort im Pfaffenmühlweg. Zum anderen ist er leidenschaftlicher Feuerwehrmann, kennt somit die Belange, Notwendigkeiten und Abläufe seiner Feuerwehrkameraden und somit die Anforderungen an ein funktionelles, modernes Feuerwehrgebäude.
"Aber wie beim Fußball auch: Die Fans nehmen es doppelt übel, wenn etwas schief läuft", weiß Schimmel um die Erwartungshaltung.
11,7 Millionen für neue Wache
Ehe es zum Spatenstich für das neue Domizil am alten, zentralen Standort im Pfaffenmühlweg kommt, erläutert Schimmel die Grundzüge der Planung. Die notwendige Schwarz-Weiß-Trennung habe den Einstieg in die Überlegungen markiert. Hinter dem bestehenden Gebäude entsteht nun ein neuer Trakt mit großen Duschen, auch unterteilt nach Männern und Frauen, die künftig direkten Zugang in die Fahrzeughalle haben. "Damit kann direkt nach dem Einsatz kontaminierte Kleidung gleich getauscht werden", erklärt Schimmel. Darunter entsteht ein Keller, den die Schlauchwerkstatt nutzen kann Die aktuell 45 Mitglieder starke Jugendfeuerwehr bekomme neue Räume, die Einsatzzentrale künftig einen eigenen.
Warme Räume. Immer.
Schimmel berichtet von der Netzersatzanlage: Die ermöglicht, die gesamten Räume der Feuerwehr in Betrieb zu halten, auch zu heizen. Sollte es einen Blackout geben, könne hier auch die Bevölkerung einen warmen Raum haben, selbst die Küche funktioniere.

Warm soll es auch beim Richtfest sein, sind sich Oberbürgermeister Thilo Michler und die Vertreter der Feuerwehr einig. Deshalb ist angestrebt, noch im Herbst im Freien zu feiern. Im März soll mit den Pfählen begonnen werden. Bis September soll der Rohbau im rückwärtigen Bereich stehen, dann ziehe die Baufirma Stauch in den vorderen Bereich um. Während der gesamten Bauzeit, betont Schimmel, sei die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr gegeben. Auch beim Spatentstich: Ein Teil der Mannschaft erfüllt ihren Dienst und verfolgt von der Einsatzzentrale aus die Feierlichkeiten. Denn nicht nur Kommandant Jens Pawellek freut sich auf das moderne Feuerwehrgebäude.
Lange Vorgeschichte und Studie
OB Thilo Michler erinnert an die Vorgeschichte. Bereits im Februar 2021 sei der Teilnahmewettbewerb gestartet worden. Im Juni wurden das Büro Schimmel und die notwendigen Fachingenieure beauftragt. Im Februar 2022 wurde nach Vorstellung des Gutachtens durch den Leitenden Branddirektor Roland Demke beschlossen, am seitherigen Standort zu erweitern und zu modernisieren. Zuvor war überlegt worden, an anderer Stelle, möglicherweise näher am häufig angefahrenen Einsatzort, der Autobahn, neu zu bauen. Im Zuge der Bauarbeiten auf dem Feuerwehrgelände müssen der Fußweg und Teile des Sportplatzes neu gemacht werden. Das Kunstrasenfeld könne schon im Sommer bespielt werde, so Michler.

Stimme.de
Kommentare