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Internationaler Jugendkurs zu Gast in Heilbronn

31 Jugendliche aus der ganzen Welt kamen drei Wochen in Heilbronn zusammen, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Eine Woche konnten die Schüerinnen und Schüler auch erste Erfahrungen im Berufsalltag sammeln. Wie fällt das Fazit aus?

Milva Klöppel
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Internationaler Jugendkurs zu Gast in Heilbronn
Morgens Deutschunterricht, nachmittags Ausflüge: Die Tage der Kursteilnehmer waren gut gefüllt.  Foto: Michaela Klose

Argentinien, Kolumbien, die Mongolei, Taiwan, USA, Uganda, Usbekistan und und und - aus insgesamt 24 Ländern der Welt stammen die 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Jugendkurses "Deutsch plus Berufspraktikum". "In Kooperation mit dem Goethe-Institut haben wir eine Pilotinitiative gestartet, um die regionale Wirtschaft mit der internationalen Bildungskooperation Deutsch zu verknüpfen", sagt Christian Rieck, Referent Bildung bei der Dieter-Schwarz-Stiftung. Mit der Unterstützung von Constanze Wagenblast, Managerin für Campus-Projekte bei der TUM in Heilbronn, konnten innerhalb kürzester Zeit 16 Firmen gefunden werden, die die jungen Leute im Alter von 15 bis 19 Jahren eine Woche lang aufnehmen. "Es sollten Traditionsfirmen sein, aber auch solche, die von der Jugendherberge aus leicht zu erreichen waren", so Wagenblast.

Unterbringung in der Jugendherberge

Dort im Neckarbogen sind die internationalen Gäste nun drei Wochen lang gemeinsam mit sechs Betreuerinnen des Goethe-Instituts untergebracht. "Alle unsere Teilnehmer haben mindestens das Sprachniveau B1", sagt Janett Scheck, die Kurskoordinatorin. Das heißt, die Jugendlichen können sich über viele Themen in einfacher deutscher Sprache unterhalten, aber auch komplexe deutsche Texte verstehen. "In den ersten beiden Wochen gab es morgens Deutschkurse zur Vertiefung", so Scheck. Nachmittags erkundeten die 31 die Region - unter anderem standen das Volksfest, das Technikmuseum in Sinsheim, die Labore der Experimenta sowie das Haigern-Live-Festival auf dem Programm. Letzteres ein echter Höhepunkt: "Jeden Abend haben wir gemeinsam das Lied ,So oder so" von Bosse gesungen", erklärt Scheck. Diesen dann live zu sehen, war für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer "großartig".

Weit von der Familie entfernt

Man dürfe nicht vergessen, dass viele zum ersten Mal so lang und so weit von ihren Familien getrennt seien, so Jasmin Kraus, die ebenfalls für den reibungslosen Ablauf des Kurses vor Ort verantwortlich ist. "Für viele war es das erste Konzert ihres Lebens", ergänzt Scheck. So sei solch ein Stipendiatenkurs, die Kosten werden von der Dieter-Schwarz-Stiftung getragen, auch immer wieder ein kleines Abenteuer. "Am Anfang waren alle schüchtern und müde von der langen Anreise", so Scheck. Das habe sich aber schnell gelegt, die Gruppe habe schnell zueinander gefunden. "Bei Ausflügen stellen wir gleichzeitig fest, dass sich doch immer wieder neue Konstellationen bilden."

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Sehr zielstrebig

Anders als man es in dem Alter vielleicht vermuten würde, seien alle sehr diszipliniert. "Sie haben ein Ziel vor Augen", erklärt Janett Scheck. "Sie wollen Deutsch lernen, um später hier zu studieren." Heilbronn, so hat eine kleine Umfrage ergeben, habe sich in den zurückliegenen drei Wochen von seiner besten Seite präsentiert. "Hier einmal im Bereich Marketing zu arbeiten, wäre ein Traum", sagt Teilnehmerin Ana Paulina Gomez.

 
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