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Weitsicht: Deutsche Sprache öffnet Türen

  
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Unsere Autorin ist vom Interesse der jungen Gäste aus der Welt an der deutschen Sprache begeistert.

von Milva-Katharina Klöppel
 Foto: Michaela Klose

Sprache ist der Schlüssel zur Welt. Das sagt man häufig so daher und ist sich der Bedeutung dieser Wörter gar nicht bewusst. Ich erinnere mich noch allzu gut daran, wie mein Kopf über den Französischvokabeln zu rauchen begann und ich alles, aber nur nicht lernen wollte, dass Birne "la poire" heißt. Heute im Urlaub in Frankreich ärgere ich mich über meine Faulheit vor 30 Jahren.

Die 31 Schülerinnen und Schüler aus 24 Ländern der Welt, die nun auf Einladung der Dieter-Schwarz-Stiftung und des Goethe-Instituts drei Wochen in Heilbronn verbringen durften, sind da wesentlich schlauer. Sie alle haben verstanden, dass sie mit Deutsch die Türen zu modernen Hochschulen und Universitäten wie denen in Heilbronn aufschließen können.

Ihre Weitsicht beeindruckt mich. Und dabei habe ich 31 junge Frauen und Männer erlebt, die nicht etwa nur hinter Schulbüchern hocken und von der Welt nichts mitbekommen. Ganz im Gegenteil. Die jungen Marokkaner, Litauer, Serben, Taiwanesen haben ihre Zeit am Neckar fern ihrer Heimat genossen, waren shoppen, haben Eis gegessen oder Sport getrieben. Das Schönste: Religionen und Statussymbole haben keine Rolle gespielt. Jeder hat mit jedem gesprochen, gelacht und gefeiert. Auch davon können wir uns eine Scheibe abschneiden.

Noch etwas hat der internationale Jugendkurs gezeigt: Es geht nicht ohne direkte, persönliche Kontakte. Ein Onlinekurs hätte nicht den gleichen positiven Effekt gehabt. Reisen bilden und öffnen Tore. Auch diesen Schlüssel sollten wir in Zukunft noch mehr wertschätzen.


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