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Heilbronn investiert: In Böckingen steht das neue Jahr im Zeichen der Bildung

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Die Stadt Heilbronn investiert eine zweistellige Millionensumme in die Schulen des größten Stadtteils. Der Polizeiposten im alten Rathaus ist nach wie vor nicht fertig für den Einzug.

Zur Abschiedsparty mit Regierungspräsidentin Susanne Bay (Mitte) lud die Leiterin der Neckartalschule Susanne Kugel (rechts) ein.
Foto: Archiv/Veigel
Zur Abschiedsparty mit Regierungspräsidentin Susanne Bay (Mitte) lud die Leiterin der Neckartalschule Susanne Kugel (rechts) ein. Foto: Archiv/Veigel  Foto: Veigel

Bildung wird im Jahr 2024 in Böckingen voraussichtlich die erste Geige spielen. Zumindest, was die Investitionen in dem größten Heilbronner Stadtteil betrifft. Allein der Neubau der Neckartalschule in der Grünewaldstraße ist mit rund 28 Millionen Euro angesetzt. Im Dezember hat der Heilbronner Gemeinderat den Plänen für ein neues funktionales Schulgebäude grünes Licht erteilt. Die Summe verteilt sich zwar auf die kommenden Jahre. Die vorbereitenden Arbeiten starten aber im Februar. "Wir sind froh, dass es zügig vorangeht", sagt der Vorsitzende des Bezirksbeirats, Matthias Suleder.

Lehrer und Schüler verabschieden sich vom Altbau

Im vergangenen Mai hatten sich Lehrer, Schüler und Eltern würdig vom maroden Altbau verabschiedet. Unter dem Motto "Danke altes Haus" feierte die Neckartalschule ihr letztes Schulfest im alten Ambiente. Unterrichtet wird während der Bauzeit in Containern bei der Dammschule.

Die Neukonzeption sieht nicht nur einfach ein modernes Schulgebäude für das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SSBZ) vor. Sie verbindet die Einrichtung vielmehr mit der benachbarten Grünewaldschule und gestaltet Platz und Verkehrswege neu. Unter anderem wird hier die Radroute Nord-West kreuzen. Suleder spricht von einem "Quantensprung für Böckingen".

Neues Gebäude für die Nahversorgung

Die Grundschule Alt-Böckingen bekommt einen Erweiterungsbau. Auch hier beinhaltet das Konzept eine weitere Platzgestaltung. Die Bildungseinrichtung in der Ludwigsburger Straße wird nach den Plänen der Stadtsiedlung angebunden an ein neues Gebäude für die Nahversorgung inklusive Parkplatzgestaltung in der darunter liegenden Klingenberger Straße. Die Abbrucharbeiten sollen im Frühjahr beginnen.

Anlieger in der Ludwigsburger Straße fordern zeitnah eine Bürgerinformationsveranstaltung von der Stadtverwaltung. Denn derzeit entsteht gegenüber der Grundschule auf dem rund 1700 Quadratmeter großen Areal der ehemaligen evangelisch-methodistischen Christuskirche in der Ludwigsburger Straße auch noch ein Mehrfamilienhaus mit 13 Wohneinheiten.

Grundstücksverhandlungen sind noch nicht abgeschlossen

Ob dagegen der Spaten für das geplante acht Hektar große gemeinsame Gewerbegebiet von Heilbronn und Leingarten 2024 gesetzt wird, ist eher unwahrscheinlich. Das Areal schließt an das bestehende Gewerbegebiet Böckingen-West an. Aber noch sind nicht alle Grundstücksverhandlungen abgeschlossen, sagt Matthias Suleder.

Schon einen Schritt weiter in der Kooperation sind die TG Böckingen und der SV Leingarten. Die beiden Vereine schließen eine Nutzungsvereinbarung für den Sportpark ab. Die beiden Großvereine wollen auf diese Weise Synergien nutzen. Seine Arbeit beendet hat im vergangenen Jahr dagegen der katholische Kirchenchor Cäcilia Böckingen, der sich nach 120 Jahren aufgelöst hat. Beim Abschiedskonzert vor rund einem Jahr liefen Tränen. Auch der Abschied des Pfarrers Siegbert Pappe nach 21 Jahren sorgte bei den Katholiken für Wehmut.

Polizei sollte schon im August 2022 einziehen

Für Unverständnis sorgt dagegen, dass der Polizeiposten im ersten Obergeschoss des alten Rathauses nach wie vor nicht bezogen werden kann. "Das war schon im August 2022 geplant", erinnert sich der Böckinger Bezirksbeiratsvorsitzende. Suleder zeigt sich aber optimistisch, dass der Polizeiposten "irgendwann 2024 eröffnet wird". Gar nicht erst geschlossen hat das Restaurant im Bürgerhaus. Nachdem der alte Pächter aufgehört hat, haben Melanie Horvart und Marion Dieterich den Betrieb nahtlos weitergeführt.

Friedhof und Spielplatz

m neuen Jahr sind auf dem Friedhof in der Heidelberger Straße alternative Bestattungsformen möglich. Dabei sollte der Friedhof bereits in einen Park umgewandelt werden. Älteren Böckingern war allerdings der Weg zum Westfriedhof zu weit, so dass der Friedhof erhalten bleibt. Auf einen neuen Spielplatz auf der Schanz dürfen sich Kinder und Jugendliche freuen. Die Geräte waren zwischenzeitlich in die Jahre gekommen, so dass die Anlage gesperrt wurde. Jetzt wird der Spielplatz mit neuen Geräten ausgestattet.

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