Berufsorientierung: Heinrich-von-Kleist-Realschule leistet gute Arbeit
Die Heilbronner Schule wird in Berlin für ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ausgezeichnet. Gern stellt sie ihren Weg anderen Schulen zur Verfügung.

Die Heinrich-von-Kleist-Realschule Heilbronn leistet bei der Berufsorientierung ihrer Kinder so gute Arbeit, dass sie dafür in Berlin ausgezeichnet wurde. Das Netzwerk Berufswahl-Siegel, das zum Verein Schule-Wirtschaft gehört, will Schulen zusammenbringen, die in diesem Bereich erfolgreiche Arbeit leisten. Die Realschule gehört zu sogenannten Botschafterschulen, die ihre Arbeit gern weitergeben. Anfragen kommen aus Berlin oder Bonn, aus dem eigenen Bundesland selten.
Dass die Berufsorientierung sehr gut funktioniert, verdeutlicht ein Blick in die Abschlussklassen. "Bis Ende der Zehnten wissen wir von allen Schülern, was sie machen", sagt Rektorin Melanie Haußmann. Ihre Kollegin Sabrina Fink leitet das Team, das sich um die Berufsorientierung kümmert. Sie sagt: "Wir können es uns nicht leisten, jemanden zu verlieren." Sie betont: "Wir müssen schauen, dass wir alle begleiten." Für die Verantwortlichen heißt das, dass es gerade nicht das eine Programm für alle gibt: Kinder, die nach der Neunten abgehen, werden genauso individuell berücksichtigt wie jene, die die Mittlere Reife machen.
An der Heinrich-von-Kleist-Realschule Heilbronn beginnt die Berufsorientierung schon in Klasse fünf
Das Programm der Heinrich-von-Kleist-Realschule fängt schon in Klasse fünf an. Die Mädchen und Jungen besuchen Firmen, schauen dabei beispielsweise einen Tag lang bei Eltern zu, was die beruflich machen. Es gibt eine verpflichtende Arbeitsgemeinschaft, die die Fünfer ein Schuljahr lang belegen müssen. Mit Zirkus, Handball oder Catering sind die Angebote breit aufgestellt. Noten gibt es nicht, Projekte dürfen scheitern.
Die Berufsorientierung wächst Jahr für Jahr, auch Partner aus der Wirtschaft kommen dazu. Alle Kinder können so erarbeiten, wo ihre Kompetenzen liegen, sagen Melanie Haußmann und Sabrina Fink. Die Schüler sollen zukunftsfähig gemacht werden, damit sie Freude am Beruf haben. Beruf als Berufung, das ist das Ziel. "Wir wollen, dass die Kinder sich hineinspüren können in ihren Beruf", sagt Melanie Haußmann - und sich nicht einfach irgendwo bewerben.
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