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Netzwerk sucht Wege aus der Kinderarmut

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Heilbronner Sozialpädagogin Tina Wenk begrüßt die Reutlinger Linken-Politikerin Jessica Tatti im Böckinger Quartierszentrum. Dort stellt die 42-Jährige die Netzwerkarbeit gegen Kinderarmut in der Nordstadt vor.

Quartiersmanagerin und Sozialpädagogin Tina Wenk (rechts) stellt der Bundestagsabgeordneten Jessica Tatti das Netzwerk gegen Kinderarmut vor.
Quartiersmanagerin und Sozialpädagogin Tina Wenk (rechts) stellt der Bundestagsabgeordneten Jessica Tatti das Netzwerk gegen Kinderarmut vor.  Foto: Kunz, Christiana

Ihre Wurzeln liegen im Landkreis Heilbronn, sagt Jessica Tatti. Dass sie dieser Tage im Böckinger Quartierszentrum vorbeigeschaut hat, hat aber noch einen anderen Grund. Als Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Reutlingen fühlt sich die Linken-Politikerin irgendwie auch für die Käthchenstadt zuständig. Immerhin habe der Stadtkreis ja keinen eigenen LinkenVertreter im Bundestag. Der Einladung des hiesigen Kreisverbandes sei sie deshalb sehr gerne gefolgt.

„Man muss sich ein Bild machen. Bei den Menschen vor Ort“, sagt die 41-Jährige, die seit fünf Jahren Mitglied des Deutschen Bundestages ist. Im Böckinger Quartierszentrum schaut sie sich die Einrichtung an, die sich zum Ziel gesetzt hat, eine Anlaufstelle für alle Böckinger zu sein. „Es gibt dort viele Teilhabemöglichkeiten“, sagt Jessica Tatti. „Und die Mitarbeiterinnen dort sind sehr engagiert.“


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Möglichst gute Chancen für den Schulstart

Gute Chancen Eine davon ist Tina Wenk. Die 42-Jährige arbeitet nicht nur gemeinsam mit Jasmin Ellsässer als Quartiersmanagerin in Böckingen. Als Sozialpädagogin engagiert sie sich auch im Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut. Ansässig im Quartierszentrum in der Nordstadt sucht das Netzwerk Möglichkeiten, Kindern aus eben jenem Bezirk möglichst gute Chancen für den Start in die Schule mit auf den Weg zu geben.

Den Hebel setzt das Netzwerk an der Schnittstelle zwischen Kindertagesstätte und Grundschule an. „Wir versuchen einen guten Übergang hinzubekommen“, sagt Tina Wenk. Gerade während der Coronapandemie sei das ein Problem gewesen. Zwischen Schulen und Kitas gab es keine Kooperationen. Mit der Folge, dass die Kinder mit dem Eintritt in die Schule eine fremde Welt betreten. Für viele Erstklässler aus prekären Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund könne das zum Problem werden. „Wenn Kinder dagegen einen guten Schulstart haben, haben sie später die Möglichkeit, sich selbst aus der Armut heraus zu entwickeln“, so Wenk.

Ziel ist die Chancengleichheit

Unter anderem geht die Schulsozialarbeit in die Kitas und bietet niederschwellige Beratungsangebote an. Es gibt Mittagessenstüten, in denen passend zu den Lebensmitteln ein Rezept beigelegt ist. Eines der nächsten Ziele ist es, die physische und psychische Gesundheit der Kinder zu stärken. „Unser Ziel ist die Chancengleichheit“, sagt Wenk.


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Fördermittel Seit zwei Jahren wird die Arbeit gefördert. Auch die nächsten beiden Jahren sind gesichert. Zuschüsse gibt es vom Land. Die Summe beläuft sich für zwei Jahren auf knapp 64 000 Euro. Dazu kommen weitere 20 Prozent davon von der Stadt Heilbronn. Jessica Tatti findet es „toll, dass Baden-Württemberg so eine Projektförderung hat“. Denn nicht zuletzt habe Corona vor Augen geführt, „dass Kinder aus armen Verhältnissen mehr Unterstützung brauchen“. Das gelte für ganz Baden-Württemberg.

 




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