Feuerwehr grölt rechtsradikale Parolen – Volksverhetzung in Leonberg?
Samstagnacht riefen Angehörige der Feuerwehr während einer Tour durch Leonberg rechtsradikale Parolen über die Lautsprecher eines Feuerwehrautos aus. Es steht der Verdacht der Volksverhetzung im Raum.

Anwohner aus Leonberg haben Samstagnacht die Polizei gerufen, da gegen 00:45 Uhr aus einem Feuerwehrauto heraus rechtsradikale Parolen gerufen wurden. Das teilte die Polizei mit.
Es waren fünf Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Leonberg beteiligt und befanden sich wohl auf der Rückfahrt von einer Veranstaltung. Mehrere der Personen riefen offenbar rechtsradikale Parolen über die Lautsprecheranlage des Fahrzeugs aus. Der 25-jährige Fahrer stand unter Alkoholeinfluss, ein erster Test ergab einen Wert von über 0,8 Promille.
Kriminalpolizei ermittelt nach Rufen rechtsradikaler Parolen der Feuerwehr Leonberg wegen Volksverhetzung
Daraufhin musste er sich einer Blutentnahme unterziehen. Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg ermittelt nun gegen die Insassen des Fahrzeugs wegen des Verdachts der Volksverhetzung.
Am Mittwochmittag teilte die Polizei mit, dass das Feuerwehrfahrzeug an mehreren Orten aufgefallen sein müsste. Der 25-jährige betrunkene Fahrer setzte seine Mitfahrer im Alter zwischen 23 und 36 Jahren offenbar in Leonberg-Höfingen, im Stadtgebiet Leonberg sowie in Leonberg-Eltingen ab.
Kripo sucht nach Zeugen in Leonberg
Auch aus dem Bereich Ramtel gingen entsprechende Hinweise ein. Zeugen sahen zum Teil das Feuerwehrauto, andere hörten auch die rechten Parolen.
Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg bittet Personen, denen das Fahrzeug aufgefallen ist und die insbesondere auch die Lautsprecherdurchsagen wahrgenommen haben, sich telefonisch unter 0800 1100225 oder per E-Mail an hinweise.kripo.boeblingen@polizei.bwl.de zu melden.
Stimme.de