Großbrand bei Autoverwerter in Remseck
Rund 100 Autos gehen in einem Industriegebiet in Flammen auf. Brennende Schmierstoffe erschweren die Löscharbeiten. Der Rauch ist kilometerweit sichtbar. Der Schaden dürfte in die Hundertausende gehen.
Eine über mehrere Kilometer weit sichtbare dicke, schwarze Rauchwolke stand stundenlang über dem Gelände - eine Gefahr für die Bevölkerung bestand aber nicht, wie ein Polizeisprecher in Ludwigsburg am Freitag mitteilte. Das Feuer war aus zunächst unbekannter Ursache in der Halle eines Autoverwerters im Ortsteil Aldingen ausgebrochen. Rund 100 Autos, die zur Verschrottung bereit standen, waren in Flammen aufgegangen. Ein Feuerwehrmann erlitt bei den Löscharbeiten einen Kreislaufzusammenbruch. Er wurde von Rettungskräften versorgt.
Rund 200 Feuerwehrleute der Wehren aus dem Kreis Ludwigsburg, dem Rems-Murr-Kreis und Stuttgart waren bis zum Nachmittag im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen. Schmierstoffe, die in den Autos in Brand geraten waren, erschwerten laut Polizei die Löscharbeiten. Zwar konnten die Einsatzkräfte ein Übergreifen der Flammen auf Gebäude benachbarter Firmen verhindern. Ein Bürogebäude des Autoverwerters, das direkt an die Halle grenzte, wurde allerdings durch die Flammen beschädigt.
Für Aufsehen sorgte die meterhohe, schwarze Rauchwolke, die über dem Brandort aufstieg. Sie war auch aus mehreren Kilometern Entfernung noch zu sehen. Laut Augenzeugen stieg der Rauch bei Windstille senkrecht in den Himmel auf. Feuerwehr und Polizei führten mit einem Hubschrauber mehrfach Schadstoffmessungen durch. Vorsichtshalber waren Anwohner in Remseck zunächst aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Gegen Mittag, als der Rauch weitgehend abgezogen war, gab es dann Entwarnung.
Erst Anfang Mai hatte es in einer Industriehalle einer Entsorgungsfirma in Waiblingen im benachbarten Rems-Murr-Kreis gebrannt. Auch dort hatte eine dicke, meterhohe Rauchsäule für Aufmerksamkeit gesorgt.

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