Ludwigsburg

Bombendrohung: Konzert in Ludwigsburg abgebrochen

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Das Abschlusskonzert der Schlossfestspiele in Ludwigsburg ist wegen einer Bombendrohung abgebrochen worden.


 

Das Abschlusskonzert der Schlossfestspiele in Ludwigsburg ist am Samstagabend wegen einer Bombendrohung abgebrochen worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Unbekannter gegen 21.20 Uhr am Rande der Veranstaltung zu einem Feuerwehrmann gesagt, dass man sich schnell entfernen solle, bevor etwas in die Luft fliege. Der Veranstalter entschied sich daraufhin, die Veranstaltung mit rund 1200 Teilnehmern abzubrechen und die Polizei zu alarmieren.

Ein Großaufgebot an Polizei- und Rettungskräften rückte mit Sprengstoffspürhunden und einem Hubschrauber an. Das Gelände wurde geräumt und durchsucht. Die nahegelegene Bundesstraße B27 und weitere Straßen in der Umgebung wurden gesperrt. Auch der Gebäudeflügel eines angrenzenden Hotels wurde vorsorglich geräumt. 

Zur Betreuung der Veranstaltungsteilnehmer wurden insgesamt 26 Einsatzkräfte des Rettungswesens hinzugezogen, die mit zehn Fahrzeugen angerückt waren. Die Veranstaltungsteilnehmer wurden durch Polizei und Rettungsdienst auf ein Parkplatzgelände außerhalb des potenziellen Gefahrenbereichs geleitet und dort betreut. 

Kurz nach Mitternacht gab die Polizei Entwarnung. Zwischenzeitlich wurde ein verdächtiger Gegenstand gefunden, den Sprengstoffexperten aber als harmlos beurteilten. Angesichts des Amoklaufs in München am Freitag ging die Polizei zunächst von einem Trittbrettfahrer aus. 

Ermittlungen

Das Polizeirevier Ludwigsburg ermittelt nun strafrechtlich gegen Unbekannt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

In diesem Zusammenhang wird ein Tatverdächtiger gesucht, der wie folgt beschrieben wird: Etwa 30 Jahre alt, Glatze, Dreitagebart, trug zum Ereigniszeitpunkt ein weißes T-Shirt und eine Hose mit Tarnmuster. Er soll sich nach der verdächtigen Aussage vom Veranstaltungsort entfernt haben.

Bislang wird vermutet, dass es sich beim Täter um einen Trittbrettfahrer handelt, der durch das Geschehen Aufsehen erregen wollte. Zeugenhinweise erbittet das Polizeirevier Ludwigsburg unter der Rufnummer 07141 18-5353. red/lsw

 

Großaufgebot

Das Polizeipräsidium Ludwigsburg hatte 22 Streifenwagenbesatzungen im Einsatz, darunter zwei Trupps mit Sprengstoffsuchhunden und zwei Ermittlungstrupps des Kriminaldauerdienstes. Zur Einsatzunterstützung aus der Luft wurde zudem vorübergehend ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Die Feuerwehr Ludwigsburg entsandte ein Führungsfahrzeug und versetzte einen Löschzug auf der Feuerwache in Bereitschaft. red

 

 

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