Millionenschaden

Bäckerei und Wohnhaus brennen in Bad Friedrichshall

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Ein Feuer ist am Samstagabend im Industriegebiet in Bad Friedrichshall ausgebrochen. Eine Bäckerei und ein Wohnhaus sind davon betroffen. Der Schaden ist immens.

Die Höhe des Sachschadens beträgt laut Polizei eine Million Euro.
Die Höhe des Sachschadens beträgt laut Polizei eine Million Euro.

Kurz nach 20 Uhr ist am Samstagabend, 14. Oktober, ein Feuer in der Bad Friedrichshaller Bäckerei Hörtling ausgebrochen. Nach Angaben von Feuerwehrkommandant Marcel Vogt wurde der Brand einer technischen Anlage gemeldet. Als die Einsatzkräfte im Industriegebiet in der Otto-Hahn-Straße eintrafen, sei der hintere Teil des Anwesens, in dem sich die Backstube und das Lager befinden, sehr stark verraucht gewesen. Dichter Qualm lag über den Gebäuden.

Weitere Feuerwehren aus der Umgebung wurden nachalarmiert. Die Flammen griffen auf das angrenzende Wohngebäude der Bäckereiinhaber und auf den Verkaufsraum über. Durch eine Riegelstellung sei ein weiteres Ausbreiten der Flammen trotz Funkenflugs verhindert worden, sagte Vogt. Die Bewohner des Hauses retteten sich selbstständig ins Freie, verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Neben dem Verkaufsraum der Bäckerei befindet sich ein Imbiss. Der wurde evakuiert. Auch die Imbiss-Gäste kamen nicht zu Schaden.   

Die genaue Ursache des Brands ist noch ungeklärt. Die Polizei vermutet einen technischen Defekt. Nach ersten Informationen des Eigentümers brach das Feuer im Bereich des Stromverteilerkastens aus, teilte die Polizei mit. Die Höhe des Sachschadens beträgt laut Polizei eine Million Euro.


Gut 80 Feuerwehrleute im Einsatz

Die Wasserversorgung im Industriegebiet, das sich zwischen den Stadtteilen Kochendorf und Hagenbach befindet, sei problematisch, sagte Vogt. Die Feuerwehr Neckarsulm unterstützte die Löscharbeiten mit Abrollbehältern, die mit Wasser gefüllt sind. Außerdem wurde eine Leitung von der Firma Hengstenberg zum Brandort gelegt. "Eine ziemliche Wegstrecke", erklärte Vogt. Das Feuer sei unter Kontrolle, sagte er gegen 22 Uhr. Einsatzkräfte öffneten das Dach, um ins Gebäude vorzudringen.

Ein Gerätewagen Messtechnik war im Einsatz und nahm Messungen der Luft vor. Nach Auskunft der Fachberater bestand keine Gefahr, sagte Vogt. Allerdings kam es zur Geruchsbelästigung.

Die Feuerwehr aus Bad Friedrichshall, Neckarsulm und Bad Wimpfen war mit gut 82 Einsatzkräften vor Ort, dazu Polizeistreifen und das DRK Bad Friedrichshall. Vogt rechnete am Abend damit, dass die Löscharbeiten die ganze Nacht andauern werden. Die Polizei sperrte den Brandort weiträumig ab und hielt Rettungs- und Anfahrtswege der Einsatzkräfte frei. 

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