Bretten
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Schwangere niedergestochen - Belohnung ausgesetzt

Bretten - Von dem Mann, der eine hochschwangere Frau in Bretten niedergestochen haben soll, fehlt bislang jede Spur. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgesetzt.

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Nach der tödlichen Messerattacke gegen seine 23-jährige Freundin ist die Polizei bei der Suche nach dem dringend Tatverdächtigen noch nicht den entscheidenden Schritt vorangekommen. Die Ermittler hoffen bei der Suche weiterhin auf die Mithilfe der Bevölkerung.

Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe für Hinweise, die zur Ergreifung des Gesuchten führen, eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgesetzt.

Die hochschwangere Frau wurde durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Nach der Einlieferung in ein Krankenhaus musste das ungeborene Kind mittels Notkaiserschnitt entbunden werden. Allerdings konnten die Ärzte das Leben des Babys nicht mehr retten.

Fahndung

Der Tatverdächtige ist 23 Jahre alt, 170 Zentimeter groß und hat eine kräftige Figur mit Bauchansatz. Er ist entsprechend seiner Herkunft aus dem ostanatolischen Erzurum/Türkei von südländischer Erscheinung. Er hat dunkelbraunes, kurzes Haar mit hoher Stirn, trägt zeitweilig einen Oberlippen- und Kinnbart und spricht kein Deutsch.

Wer zum Aufenthalt des Gesuchten Angaben machen kann, wird unter Telefon 07251/726-201 oder rund um die Uhr unter 0721/939-5555 um seine Meldung gebeten. Zudem weist die Polizei auf die Möglichkeiten des vertraulichen Telefons unter 0721/ 939-6666  hin. Darüber hinaus nimmt auch jede andere Polizeidienststelle entsprechende Hinweise entgegen.

Nach dem inzwischen vorliegenden vorläufigen Obduktionsergebnis starb die 23-jährige Frau an Organversagen.

Alarm

Nach bisherigen Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei fand eine Zeugin die schwerverletzte Frau am Samstag, 19. Januar, gegen 7.25 Uhr im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses im Brettener Wohngebiet „Hausertal“ und alarmierte die Polizei.

Nach der Erstversorgung durch ein Rettungsteam und Einlieferung in ein Krankenhaus wurden bei dem Opfer mehrere Messerstiche im Oberkörperbereich festgestellt, die nach ersten Erkenntnissen zu einer Sauerstoffunterversorgung und letztlich zum Tod des Ungeborenen geführt haben.

Mutmaßliche Tatwaffe war offenbar ein größeres Küchenmesser, das die Ermittlungsbehörden sicherstellen konnten.

Während der genaue Tathergang noch unklar ist, könnte das mögliche Motiv in Beziehungsstreitigkeiten des türkisch-stämmigen Paares zu suchen sein. red

 

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