Schwerer Unfall mit Oldtimer bei ADAC Heidelberg-Historic-Rallye
Im Rahmen der ADAC Heidelberg-Historic-Rallye ist es am Samstagmittag, 15. Juli, bei Zweiflingen-Orendelsall zu einem schweren Unfall gekommen. Zwei Insassen erlitten zum Teil schwerste Verletzungen.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei fuhr der offene Oldtimer ohne Verdeck gegen 10.30 Uhr auf der Landesstraße 1048 von Orendelsall Richtung Zweiflingen. Vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit kam der 30-jährige Fahrer auf der mit Rollsplitt bedeckten Strecke zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab. Beim Versuch gegenzulenken geriet das Fahrzeug ins Schleudern und kippte in der Folge um. Die beiden 30 Jahre alten Insassen erlitten zum Teil schwerste Verletzungen. Sie kamen in ein Krankenhaus. Beim Fahrer bestand laut Polizei zunächst Lebensgefahr.
Bei dem verunglückten Fahrzeug handelte es sich um einen Ford A Speedster (1930). Es entstand Polizeiangaben zufolge ein Sachschaden von 100.000 Euro. Die ADAC Heidelberg-Historic-Rallye wurde wie geplant fortgesetzt, erklärte Alexa Sinz, Pressesprecherin des Veranstalters ADAC Nordbaden. Die Organisatoren hatten einen Abbruch der Ausfahrt in Erwägung gezogen. Im Gespräch mit der Polizei am Nachmittag sei aber keine Rede von Lebensgefahr gewesen.
Am Samstagabend gingen erste positive Nachrichten zum Unfall ein. "Wir können offiziell mitteilen, dass keine Lebensgefahr besteht", teilte Alexa Sinz mit. Man stehe in Kontakt zum Vater des Fahrers. Demnach werde der Beifahrer vermutlich noch heute aus dem Krankenhaus entlassen.
Helikopter im Einsatz
Nach dem Unfall kam ein Helikopter zum Einsatz. Aufgrund der beengten Straßenverhältnisse an der Unfallstelle landete der Rettungshubschrauber im Kreuzungsbereich bei Zweiflingen. Die Zweiflinger Feuerwehr fuhr zwei Sanitäter zum Unfallort. Dort waren bereits Rettungswagen mit Besetzung im Einsatz. Einer der Verletzten wurde nach bisherigen Erkenntnissen von einem Rettungswagen zum Helikopter transportiert und in eine Klinik geflogen.
Die Zweiflinger Feuerwehr band ausgelaufene Schmierstoffe. Sie war nach Angaben ihres Kommandanten Sascha Hebeiß mit elf Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen vor Ort. Die Strecke blieb während der Unfallaufnahme und der Straßenreinigung in beide Richtungen etwa 3,5 Stunden gesperrt.
Die Verkehrspolizei Weinsberg sucht nun Zeugen, die zu diesem Zeitpunkt auf der Strecke unterwegs waren und Hinweise zum Unfallgeschehen geben können. Diese werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07134 5130 zu melden.
Traditionelle Tour durch die Region
180 Fahrzeuge beteiligten sich nach Angaben von Alexa Sinz an der zweitägigen Rallye. Diese führte etwa 500 Kilometer weit durch den Kraichgau, Odenwald, Heilbronner Land, Hohenlohekreis und das Zabergäu. Start und Ziel war das Technik-Museum in Sinsheim. Bei der Tour steht nicht Geschwindigkeit im Vordergrund. Punkte erhält nicht der, der am schnellsten am Ziel ist. Die Rallye ist eine Art Geschicklichkeitsfahrt, die Veranstalter nennen es Gleichmäßigkeitsfahrt. Es gehe darum, bestimmte Streckenabschnitte in exakt der vorgegebenen Zeit zu absolvieren. Entlang der Strecke gibt es Durchfahrts- und Zeitkontrollen.


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