Heilbronn
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Zoll stellt unerlaubte Dopingmittel sicher

Dopingmittel, getarnt als Nahrungsergänzungsmittel: Das Zollamt Heilbronn hat 300 verbotene Pillen aus Übersee sichergestellt.

Von unserer Redaktion
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Verbotenes "Wundermittel", das auf der Dopingliste steht. Foto: Hauptzollamt Heilbronn

Dopingmittel, getarnt als Nahrungsergänzungsmittel: Das Zollamt Heilbronn hat 300 verbotene Pillen aus Übersee sichergestellt.

Bereits Ende November vergangenen Jahres verhinderten Beschäftigte des Zollamts Heilbronn die Einfuhr einer nicht geringen Menge Dopingmittel. Ein Empfänger aus dem Landkreis Heilbronn wollte ein für ihn bestimmtes Paket aus den Vereinigten Staaten von Amerika mit 300 Pillen á 25 mg der Substanz Dehydroepiandrosteron (kurz: DHEA) zollrechtlich abfertigen. Ende Juni versuchte schon einmal ein anderer Empfänger beim Zollamt Heilbronn 60 Tabletten á 50 mg des gleichen Wirkstoffs vergeblich durch den Zoll zu bekommen.

"Die Inhalte beider Pakete waren durch die jeweiligen Verkäufer aus Übersee als Nahrungsergänzungsmittel deklariert" erklärt Wolfram Eisenhardt, Leiter des Heilbronner Zollamts. "Eine Prüfung durch die zuständige Arzneimittelüberwachungsbehörde hatte den Verdacht meiner Abfertigungsbeamten bestätigt, dass es sich um Dopingmittel handelt."

Unerlaubtes Mittel zur Steigerung der Leistungsfähigkeit

DHEA ist ein unerlaubtes Mittel zur Steigerung oder zum Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit, das vor allem von Kraftsportlern und Bodybuildern angewendet wird. das Mittel unterliegt den Regelungen des Anti-Doping-Gesetzes. Demnach ist der Besitz des Mittels in nicht geringer Menge und auch der Erwerb verboten.

Der Heilbronner Zoll hatte bereits Ende Oktober anlässlich einer gemeinsamen Kontrollaktion auf der Autobahn 6 zusammen mit der Verkehrspolizeidirektion Weinsberg bei zwei Durchreisenden insgesamt 29 Ampullen Dopingmittel sichergestellt. Damals handelte es sich um Boldenon, ein in der Tiermedizin verwendetes anaboles Steroid, sowie um ein Wachstumshormon mit der Bezeichnung Igtropin.

In allen Fällen wurde das Zollfahndungsamt Stuttgart informiert. Dieses übernimmt die weiteren Ermittlungen. Es drohen Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren für die festgestellten Fälle des unerlaubten Umgangs mit Dopingmitteln.

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