Millionenschaden bei Hallenbrand in Heilbronn
Bei einem Großbrand an der Dieselstraße am Sonntagabend ist eine Lagerhalle vollständig zerstört worden. Wie die Feuerwehr heute mitteilte, entstand beträchtlicher Sachschaden.
Am Tag nach dem Großbrand in einer Lagerhalle an der Heilbronner Dieselstraße ist nun das Ausmaß der Zerstörung erkennbar. Fachleute von Feuerwehr und Polizei haben mittlerweile den Schaden auf drei Millionen Euro geschätzt.
Noch sind ein rundes Dutzend Feuerwehrleute vor Ort im Einsatz, um die Brandort im Auge zu behalten. Der Brand am Sonntagabend hat die 1900 Quadratmeter große Halle schwer beschädigt, die Stahlkonstruktion des Daches ist in sich zusammengebrochen.
Was sich in der Halle genau befunden hat, ist nach Angaben der Feuerwehr nach wie vor unklar. In erster Linie sollen Autowerkstätten, Lagerräume und Büros untergebracht gewesen sein.
„Es haben aber wahrscheinlich auch Leute dort gewohnt“, sagte ein Feuerwehrkommandant. Es müsse noch geklärt werden, inwiefern es sich dabei um genehmigten Wohnraum handle. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt.
Fachleute von Feuerwehr und Polizei haben mittlerweile den Schaden auf drei Millionen Euro geschätzt. „Das basiert auf Erfahrungswerten für derartige Brände in solchen Industrieanlagen“, sagt ein Feuerwehrsprecher. Ins Gebäude können die Ermittler wegen der Einsturzgefahr aber noch nicht.
Großeinsatz der Feuerwehren
Feuerwehren aus der ganzen Stadt und Neckarsulm waren am Sonntagabend im Einsatz – insgesamt 129 Feuerwehrleute bewahrten weitere Hallen und Nachbarhäuser vor einem Ausbreiten der Flammen. Nach ungefähr zwei Stunden hatten die Feuerwehren den Brand unter Kontrolle.
Die Einsatzkräfte untersuchten auch die Luft am Brandort und in der Umgebung. „Es ist fast windstill, der Rauch steigt senkrecht in die Höhe. Aber irgendwo kommt der Ruß auch wieder herunter“, erläuterte die Feuerwehr. Die Eigentümer der Halle hätten immerhin mitgeteilt, dass kein Gefahrgut darin gelagert sei.
Einige Besitzer umliegender Geschäfte und Hallen waren zur Unglücksstelle geeilt – auch Oberbürgermeister Harry Mergel machte sich ein Bild vom Ausmaß der Verwüstung an der Dieselstraße. Er hob die gute Kooperation der Wehren aus Heilbronn und Neckarsulm hervor.
Während zunächst Trinkwasser zum Löschen des Feuers verwendet wurde, kam später eine Großpumpe der Berufsfeuerwehr zum Einsatz – sie versorgte die Spritzen mit Neckarwasser. Kommandant Jochim schätzt den Wasserbedarf auf 10.000 Liter pro Minute.


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