Lebensgefährliche Aktion im Rangierbahnhof
Heilbronn - Fünf junge Mädchen sind am Montagnachmittag im Böckinger Rangierbahnhof auf einen Güterwaggon gestiegen und haben genüßlich eine Wasserpfeife geraucht. Laut Bundespolizei schwebten die Jugendlichen in höchster Lebensgefahr.
Fünf junge Mädchen zwischen 12 und 15 Jahren haben sich am Montagnachmittag in eine lebensbedrohliche Situation gebracht. Wie die Bundespolizei berichtet, saßen die Jugendlichen auf der oberen Plattform eines Autoverladewaggons im Böckinger Rangierbahnhof und rauchten genüßlich eine Wasserpfeife.

„Die Mädchen schwebten durch ihr Verhalten in höchster Lebensgefahr“, sagt Dieter Natterer von der Bundespolizei Heilbronn. Beim Klettern auf abgestellten Zügen und Waggons entstehe eine lebensgefährliche Nähe zum Oberleitungsnetz der Eisenbahn. Diese stehe unter einer Spannung von 15.000 Volt.
Natterer: „Die Jugendlichen waren sich der Gefahr nicht bewusst.“ Eine Strafe hätten die Mädchen nicht zu erwarten: „Uns ist es wichtiger aufzuklären, auf Gefahren hinzuweisen und das Unrechtsbewusstsein zu schärfen.“
Lebensgefährliche Verletzungen
Im Juni 2009 war ein Jugendlicher am Böckinger Rangierbahnhof durch einen Stromschlag lebensgefährlich verletzt worden. Auch er war mit seinen Freunden auf einen Waggon geklettert.
Natterer weist darauf hin, dass der Aufenthalt im Gleisbereich generell verboten ist. „Unfälle mit Zügen enden fast immer tödlich.“
Information
Die Bundespolizei empfiehlt Erziehungsberechtigten, ihre Kinder über Gefahren im Bereich von Bahnanlagen aufzuklären. red/jükü
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