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Zivilisten brutal ermordet: Selenskyj erinnert an die Kriegsverbrechen von Butscha 

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Ukrainischen Angaben zufolge wurden vor drei Jahren in Butscha rund 1.400 tote Zivilisten registriert, darunter fast 40 Kinder. Der ukrainische Präsident Selenskyj forderte am Jahrestag der Befreiung Butschas eine Bestrafung Russlands.

Von red/dpa
dpatopbilder - HANDOUT - 31.03.2025, Ukraine, Butscha: Auf diesem vom Presseamt des ukrainischen Präsidenten zur Verfügung gestellten Foto tragen Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, und seine Frau, die First Lady Olena Zelenska Kerzen anlässlich zum Gedenken an die Opfer der russischen Besatzung zu einer Gedenkstätte. Die Bewohner Butscha gedenkt den dritten Jahrestages der Befreiung der Stadt von der russischen Besatzung. Foto: Volodymyr Petrov/Ukrainian Presidential Press Office via AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
dpatopbilder - HANDOUT - 31.03.2025, Ukraine, Butscha: Auf diesem vom Presseamt des ukrainischen Präsidenten zur Verfügung gestellten Foto tragen Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, und seine Frau, die First Lady Olena Zelenska Kerzen anlässlich zum Gedenken an die Opfer der russischen Besatzung zu einer Gedenkstätte. Die Bewohner Butscha gedenkt den dritten Jahrestages der Befreiung der Stadt von der russischen Besatzung. Foto: Volodymyr Petrov/Ukrainian Presidential Press Office via AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++  Foto: Volodymyr Petrov

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Die Kleinstadt Butscha nahe Kiew war in den ersten Kriegstagen von russischen Truppen besetzt worden. Nach ihrer Befreiung durch die ukrainischen Streitkräfte wurden in den Straßen getötete Zivilisten gefunden – manche mit gefesselten Händen. Später bestätigten die Vereinten Nationen in einem Bericht den Tod von Dutzenden Zivilisten. Die Stadt wurde damit zum Symbol für russische Kriegsverbrechen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Jahrestag der Befreiung Butschas eine Bestrafung Russlands für die Kriegsverbrechen gefordert. Ukrainischen Angaben zufolge wurden in Butscha rund 1.400 tote Zivilisten registriert, darunter fast 40 Kinder. Mehr als 170 Menschen wurden demnach in Massengräbern und Folterkellern entdeckt.

 Drei Jahre nach Rückeroberung von Butscha: Selenskyj fordert Bestrafung Russlands

„Für all das müssen russische Verbrecher unbedingt zur Verantwortung gezogen werden“, forderte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Russische Offizielle weisen den Vorwurf eines Kriegsverbrechens bis heute zurück und sprechen von einer Inszenierung.

Selenskyj sagte weiter, es sei einfach unmöglich, das zu normalisieren, was die Russen in Butscha, in Mariupol und in so vielen anderen Städten und Dörfern getan hätten. „Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass Russland für diesen Krieg zur Rechenschaft gezogen wird.“

Treffen mit Frankreich und Großbritannien demnächst geplant

Die europäischen Diplomaten hätten mit ihrer Beteiligung an einer Gedenkveranstaltung in Butscha gezeigt, dass sie die moralischen Lehren aus dem Krieg nicht vergessen habe.

In seiner Videoansprache ging Selenskyj auch auf ein Telefonat mit dem britischen Premier Keir Starmer ein. Er habe Starmer für die Unterstützung der Ukraine und den Druck gedankt, den London auf Moskau ausübe. „Wir bereiten ein Treffen unserer Militärvertreter zur Vorbereitung der Kontingente vor“, sagte Selenskyj zudem. 

Großbritannien und Frankreich führen eine „Koalition der Willigen„ an, die ihre Bereitschaft erklärt haben, nach einer Waffenruhe diese mit einem Truppenkontingent abzusichern. Russland lehnt die Stationierung europäischer Soldaten in der Ukraine bislang kategorisch ab.

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