USA greift Venezuela an: Explosionen und Rauchsäulen über Caracas
Über Monate habe die Vereinigten Staaten ihre Militärpräsenz in der Karibik verstärkt. Jetzt greift das US-Militär offensichtlich Ziele in Venezuela an.
US-Präsident Donald Trump hat für Angriffe auf Venezuela laut einem Medienbericht bereits vor Tagen grünes Licht erteilt. Militärvertreter hätten erwogen, die Attacken an Weihnachten durchzuführen, berichtete der US-Nachrichtensender CBS News unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.
USA attackiert Venezuela: Angriff war vor Weihnachten geplant
Aufgrund der US-Luftschläge in Nigeria gegen Ziele des Islamischen Staates (IS) seien die Pläne dann allerdings verschoben worden. CBS News zufolge gab es in den Tagen nach Weihnachten weitere Zeitfenster für Angriffe – allerdings sei das Wetter ungünstig gewesen, sodass das US-Militär auf bessere Bedingungen gewartet habe.
In der Nacht zum Samstag haben die Vereinigten Staaten dann offensichtlich Ziele in Venezuela angegriffen. Die Regierung in Caracas warf Washington vor, eine militärische Aggression gegen zivile und militärische Ziele durchzuführen. Auch die US-Medien CBS News und Fox News berichteten, die USA hätten Ziele in Venezuela attackiert.
Explosionen und Rauchsäulen über Caracas
In venezolanischen Medien und in sozialen Netzwerken waren Aufnahmen von Explosionen und Rauchsäulen in der Hauptstadt Caracas zu sehen. Mehrere davon sollen sich im Gebiet La Carlota ereignet haben, wo ein Stützpunkt der venezolanischen Luftwaffe liegt. Auf einem Video des Senders VPItv war zu sehen, wie mehrere Hubschrauber über die nächtliche Stadt fliegen. Nahe dem Präsidentenpalast Miraflores waren gepanzerte Fahrzeuge der venezolanischen Sicherheitskräfte zu sehen.

Der Präsident von Venezuelas Nachbarland Kolumbien, Gustavo Petro, schrieb auf X: „In diesem Moment wird Caracas bombardiert. Alarm an alle, Venezuela wurde angegriffen. Sie beschießen es mit Raketen. Die Organisation Amerikanischer Staaten und die Vereinten Nationen sollten sofort zusammentreten.“
USA haben massive Streitmacht vor Venezuela zusammengezogen
Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela war in den letzten Monaten eskaliert. Seit September hatte das US-Militär in der Karibik und im Pazifik mehrfach angeblich mit Drogen beladene Boote angegriffen. Dabei wurden nach US-Regierungsangaben mehr als 100 Menschen getötet.
Zuletzt hatten US-Streitkräfte Trump zufolge einen angeblichen „Drogenumschlagplatz“ in Venezuela angegriffen. „Es gab eine große Explosion im Hafengebiet, wo die Boote mit Drogen beladen werden“, sagte er.
Zudem bauten die US-Streitkräfte ihre Präsenz in der Karibik massiv aus. Unter anderem wurden zusätzliche Kampfflugzeuge und der weltgrößte Flugzeugträger „USS Gerald R. Ford“ – begleitet von weiteren Kriegsschiffen und einem Langstreckenbomber – in die Region verlegt. Offiziell richtet sich der Einsatz „Südlicher Speer“ („Southern Spear“) gegen den Drogenschmuggel.
Allerdings gilt Venezuela nicht als Produktionsland von Drogen, sondern als Transitland – und zwar vor allem für den europäischen Markt. Nach Einschätzung von Experten ist die Streitmacht für einen Einsatz gegen Drogenschmuggler überdimensioniert.
Nach Maduros von Betrugsvorwürfen überschatteten Wiederwahl 2024 erkennt die Regierung in Washington den Linkspolitiker nicht mehr als rechtmäßigen Staatschef an. Außerdem wirft sie ihm vor, selbst in Drogengeschäfte verwickelt zu sein. Für Informationen, die zu Maduros Festnahme führen, haben die USA eine Belohnung von bis zu 50 Millionen Dollar (rund 43 Millionen Euro) ausgesetzt.
Weltgrößte Ölreserven in Venezuela
Maduro wiederum unterstellt den USA, es auf Venezuelas riesige Ölreserven abgesehen zu haben. Das südamerikanische Land verfügt mit schätzungsweise 303 Milliarden Barrel (je 159 Liter) über die größten Ölreserven der Welt. Wegen Sanktionen, Missmanagement und fehlender Investitionen bleibt die Förderung allerdings weit hinter den Möglichkeiten zurück.
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