Mögliche Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Zugeständnisse sind auf beiden Seiten nötig
Im Ukraine-Krieg sind mögliche Gespräche in Sicht. Putin kann sich Verhandlungen nicht mehr entziehen, meint unser Autor. Doch es braucht auch Zugeständnisse von Seiten Europas und der Ukraine.
Es sind mehrere starke Signale, die den russischen Präsidenten offenbar dazu bewegen, von seinen Maximalforderungen abzurücken. Seine Weigerung, direkt mit der Ukraine oder gar deren Präsidenten zu verhandeln, ist endlich vom Tisch. Auch wenn er einer sofortigen Waffenruhe noch nicht zustimmt, ist der Weg für baldige Gespräche geebnet. Denn der gemeinsame Auftritt von vier europäischen Staatschefs machte deutlich, dass die Rückendeckung für die Ukraine ungebrochen ist. Und dass US-Präsident Trump deutliche Warnungen an Putin aussprach, war sicher auch hilfreich. Putin sollte wissen, dass er nur mit seinen Verbündeten aus China oder Nordkorea auf Dauer nicht bestehen kann.
Verhandlungen für Ende des Ukraine-Kriegs – auf maximale Ansprüche verzichten
Was für ihn gilt, gilt aber auch für die Ukraine und den Westen: Niemand kann jetzt mehr auf maximale Ansprüche bestehen. Es gibt zu viele Tote, und an jedem Tag kommen viel zu viele hinzu. Auf beiden Seiten. Auch dieser Krieg wird daher mit Verhandlungen beendet. Und an deren Ende muss es zu bitteren Zugeständnissen kommen. Das mag man als ungerecht bezeichnen, aber es gibt dazu keine vernünftige Alternative.
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