Telefonat zwischen Staatschefs
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Trump und Putin einigen sich nicht auf generelle Waffenruhe in der Ukraine

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Der US-Präsident Donald Trump drängt auf eine schnelle Waffenruhe in der Ukraine. Ein Telefonat mit Kremlchef Putin soll den Weg dazu ebnen.

Von red und dpa
Wladimir Putin (l), Präsident von Russland, und Donald Trump, unterhalten sich auf dem G20-Gipfel. (Archivbild)
Wladimir Putin (l), Präsident von Russland, und Donald Trump, unterhalten sich auf dem G20-Gipfel. (Archivbild)  Foto: Evan Vucci dpa

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US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin haben zum zweiten Mal seit dem Amtsantritt des Amerikaners im Januar miteinander telefoniert. Kremlsprecher Dmitri Peskow teilte in Moskau mit, das Telefonat sei beendet. Vorher hatte einer der stellvertretenden Stabschefs im Weißen Haus, Dan Scavino, auf X berichtet, das Gespräch verlaufe gut. 

Keine generelle Waffenruhe in der Ukraine: Ergebnisse nach Telefonat zwischen Trump und Putin

Nun werden erste Details bekannt. So soll Kremlchef Putin einer 30-tägigen Waffenruhe in der Ukraine zugestimmt haben. Es ginge dabei um Angriffe auf die Energieinfrastruktur, heißt es in einer ersten Zusammenfassung, die der amerikanische Sender CNN veröffentlichte. Der Kreml bestätigte dies.

30 Tage lang sollen alle Angriffe auf die Energieinfrastruktur in der Ukraine einzustellen, wenn die Ukraine dies auch tut. Das Weiße Haus ließ offen, ab wann dieser Schritt gelten soll. Den Stellungnahmen beider Regierung zufolge konnten sich Trump und Putin allerdings nicht auf eine allgemeine Waffenruhe im Ukraine-Krieg einigen. Verhandlungen darüber sollen nach Angaben des Weißen Hauses sofort im Nahen Osten beginnen. 

Trump und Putin einigen sich auf „Weg zum Frieden“ in der Ukraine

Trump und Putin haben sich dem Weißen Haus zufolge darauf verständigt, dass „der Weg zum Frieden“ mit der Energieinfrastruktur beginnen müsse. Es seien außerdem Verhandlungen über eine Waffenruhe im Schwarzen Meer geplant, die schließlich in einer vollständigen Einstellung der Kampfhandlungen münden solle.

Wladimir Putin (l), Präsident von Russland, und Donald Trump, unterhalten sich auf dem G20-Gipfel. (Archivbild)
Wladimir Putin (l), Präsident von Russland, und Donald Trump, unterhalten sich auf dem G20-Gipfel. (Archivbild)  Foto: Evan Vucci dpa

Nach Kreml-Angaben gab Putin seinem Militär den Befehl zu einem Stopp der Angriffe auf ukrainische Energieanlagen. Es gab aber keine Angaben, ab wann dies gelten soll. Aus der Ukraine gab es dazu keine Reaktion. Der Kremlchef kündigte an, dass Russland und die Ukraine am Mittwoch je 175 Kriegsgefangene austauschen wollten. Außerdem entlasse Moskau als Geste guten Willens 23 schwer verletzte ukrainische Soldaten in die Heimat. Zu diesem Aspekt äußerte sich das Weiße Haus bislang nicht.

Trump will schnelles Kriegsende – Putin stimmt Waffenruhe nur teilweise zu

Der US-Präsident hat das Ziel ausgerufen, den russischen Angriffskrieg in der Ukraine zu beenden. Vor einigen Tagen hatten sich hochrangige Vertreter der Trump-Regierung mit Vertretern aus Kiew in Saudi-Arabien getroffen. 

Die Ukraine stimmte dort dem US-Vorschlag einer zunächst 30-tägigen Feuerpause im Krieg mit Russland zu – wenn Moskau sich ebenfalls dazu verpflichte. Putin hatte zunächst erklärt, Russland sei zwar grundsätzlich bereit, die Kampfhandlungen - wie von den USA vorgeschlagen - zu beenden. Er betonte allerdings, dass dafür erst Bedingungen erfüllt sein müssten.

Klare Forderungen von Trump im Ukraine-Krieg an Putin – Kreml weicht aus

Vor dem Telefonat hatte Trump seinen Sondergesandten Steve Witkoff nach Moskau geschickt, wo sich dieser mehrere Stunden mit dem Kremlchef austauschte – unter anderem über den Vorschlag einer Waffenruhe. Einer Frage nach Putins Forderungen – darunter mutmaßlich die Kapitulation der ukrainischen Streitkräfte im russischen Gebiet Kursk, die internationale Anerkennung der von Russland annektierten Gebiete sowie ein Stopp westlicher Militärhilfen und ein Verbot ausländischer Friedenstruppen in der Ukraine – wich Witkoff nach seinem Moskau-Besuch jedoch aus. Inhaltliche Details gab er nicht preis. 

Ukraine in der Defensive – Putin stimmt genereller Waffenruhe nicht zu

Der Forderung nach einer allgemeinen Waffenruhe begegnete Putin mit seinen bekannten Argumenten: Es sei unklar, wie eine solche Feuerpause überwacht und abgesichert werden solle. Unabdingbar sei zudem, dass der Westen keine weiteren Waffen und Geheimdienstinformationen mehr an Kiew liefere.

Der Kreml teilte darüber hinaus mit, dass auch die Sicherheit der Schifffahrt auf dem Schwarzen Meer gewährleistet werden soll. Kurz nach Kriegsbeginn hatten bereits beide Seiten die Einrichtung eines Korridors zur Sicherung von Getreidelieferungen aus der Ukraine vereinbart. Diese Vereinbarung wurde später von Russland nicht mehr verlängert.

Trump zuversichtlich: Waffenruhe soll für schnellen Frieden in der Ukraine sorgen

Zuletzt hatten Trump und Putin am 12. Februar miteinander gesprochen. Während des Wahlkampfs hatte Trump seine guten Beziehungen zum Kremlchef betont. Der US-Präsident fordert eine schnelle Beendigung des Kriegs – wobei sein Druck bislang vor allem auf die angegriffene Ukraine gerichtet war.

Trump gab sich zuvor sich überzeugt, dass eine Waffenruhe und ein schneller Frieden möglich sind. Auf den von der Ukraine akzeptierten US-Vorschlag für einen 30-tägigen Stopp der Kampfhandlungen hatte sich Putin aber zuletzt nicht eingelassen.

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