Auf Polizisten geschossen
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Schüsse bei Großeinsatz in München: Verdächtiger tot – was über ihn bekannt ist

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei waren am Donnerstag in München in der Nähe von NS-Dokuzentrum und dem israelischen Generalkonsulat im Einsatz. Eine verdächtige Person ist tot.

von unserer Redaktion und dpa

Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

In der Münchner Innenstadt hat es am Donnerstagvormittag einen Großeinsatz der Polizei gegeben. Beamte haben auf einen verdächtigen Mann geschossen haben, teilte die Polizei München über "X" mit. Er soll eine ältere Langwaffe benutzt haben. Es soll weder weitere Verdächtige noch Verletzte geben. Der niedergeschossene Verdächtige ist laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gestorben. 

Weiter erklärte Herrmann, dass der Mann das Feuer auf fünf Beamte eröffnet habe: "Er hat gezielt auf die Polizisten geschossen, die haben das Feuer erwidert", sagte Herrmann in Burghausen. Die Identität des Mannes war zunächst unklar. 

Später stellt sich heraus: Der von der Polizei nahe dem israelischen Generalkonsulat in München getötete Schütze war ein 18-Jähriger, der in Österreich geboren wurde. Das gab ein Sprecher der Polizei München bekannt. Seine Motivlage blieb zunächst weiter unklar.

Toter nach Schüssen in München: Das ist über den Polizeieinsatz bekannt

Betroffen war der Bereich der Briennerstraße und Karolinenplatz. Nur wenige Meter vom Karolinenplatz entfernt befinden sich das NS-Dokuzentrum und das israelische Generalkonsulat in der Barer Straße. Auch ein Hubschrauber sei vor Ort gewesen, um der Polizei einen besseren Überblick zu verschaffen.

Bayerns Innenminister Herrmann hat nach den Schüssen von München einen Anschlagsplan auf das in der Nähe des Tatorts befindliche israelische Generalkonsulat nicht ausgeschlossen. Es müsse davon ausgegangen werden, dass es möglicherweise einen solchen Plan gegeben habe, sagte Herrmann. Die Hintergründe müssten jedoch noch aufgeklärt werden. 


Die Straßen um den Bereich wurden großräumig abgesperrt. Die Polizei rief die Bevölkerung dazu auf, den Bereich zu meiden. Gefahr für die Münchner Bürger bestehe allerdings nicht. Dennoch zeige die Polizei auf nach dem Einsatz Präsenz in der Innenstadt.

Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Polizei zu Großeinsatz in München: Keine Gerüchte verbreiten

Nach Informationen von "Focus online" vom frühen Donnerstagmorgen soll in München "eine massive Bedrohungslage" geherrscht haben. Bundesinnenministerin Nancy Faeser schätzt die Schüsse in München als "schwerwiegender Vorfall" ein. Die SPD-Politikerin äußerte sich während einer Pressekonferenz zu einem anderen Thema. "Der Schutz jüdischer und israelischer Einrichtungen, das wissen Sie, hat oberste Priorität." Es sei sehr bitter, dass sich der Vorfall ausgerechnet vor dem NS-Dokumentationszentrum und dem israelischen Generalkonsulat ereignet habe. 

Über den Einsatz wurde viel spekuliert und auch Falschinformationen verbreitet, so die Polizei auf "X". "Ihr könnt uns am meisten helfen, wenn ihr dies unterlasst und Gerüchte nicht teilt", appellierten die Beamten an die User. Außerdem sollten keine Bilder und Videos des Einsatzes gepostet werden. So könne man Falschinformationen eindämmen und verrate kein taktisches Vorgehen der Beamten. Über ein Upload-Portal können Zeugen Material direkt an die Polizei geben.

 

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben