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Essen und trinken nur bei Dunkelheit - Ramadan beginnt

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Solange tagsüber die Sonne scheint, verzichten viele Angehörige der Religion Islam aufs Essen und Trinken. Und zwar einen ganzen Monat lang. Am heutigen Dienstag geht es damit los. Hier klären wir die wichtigsten Fragen dazu.

Von dpa
Ein Imam zeichnet seine Predigt während der Fastenzeit des Ramadan für die Gläubigen mit seinem Smartphone auf. Foto: dpa
Ein Imam zeichnet seine Predigt während der Fastenzeit des Ramadan für die Gläubigen mit seinem Smartphone auf. Foto: dpa  Foto: Benoit Doppagne/BELGA/dpa

Für Muslime weltweit hat der Fastenmonat Ramadan begonnen - wegen der Corona-Pandemie das zweite Jahr in Folge mit Einschränkungen. Die meisten arabischen Staaten und auch viele Islamverbände in Deutschland riefen den Dienstag als ersten Fastentag aus. Der islamische Kalender richtet sich nach dem Mond. Der Beginn des Ramadan kann deswegen variieren. In manchen Ländern fängt er erst am Mittwoch an. Gläubige Muslime verzichten einen Monat lang von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Insgesamt leben weltweit rund 1,9 Milliarden Muslime.

Abends kommen die Menschen für gewöhnlich zum Fastenbrechen (Iftar) und Beten zusammen. Dabei dürfte die Gefahr der Corona-Ausbreitung besonders groß sein. Saudi-Arabien will deshalb das Fastenbrechen sowie das Frühstück vor dem Morgengrauen (Suhur) in Moscheen verbieten.

In Saudi-Arabien -mit den beiden heiligsten Stätten des Islam Mekka und Medina - und den Vereinigten Arabischen Emiraten dürfen Gläubige zudem höchstens 30 Minuten in der Moschee beten. In Ägypten brauchen sie dabei außerdem ihren eigenen Gebetsteppich.

In Ländern wie dem Iran, Tunesien und Marokko gelten nächtliche Ausgangssperren. Angesichts eines Rekordhochs der Fallzahlen dürfen in der Türkei Cafés und Restaurants nur einen Lieferservice anbieten. Treffen in großen Gruppen sind verboten. In Indonesien, wo weltweit die meisten Muslime leben, dürfen die Menschen wie bereits im vergangenen Jahr zu den Feierlichkeiten nicht in ihre Heimatstädte zurückzukehren. In Bangladesch ist es Moscheen verboten, Essen zum Fastenbrechen anzubieten.

Doch es gibt auch Länder, die keine Auflagen erlassen haben: Pakistan etwa - obwohl die Zahl der Neuinfektionen dort massiv angestiegen ist, Krankenhäuser überlastet und Beatmungsgeräte knapp sind. Auch in Afghanistan wurden keine Einschränkungen angekündigt. Insgesamt sind die Corona-Auflagen aber weniger streng als im vergangenen Jahr, wo Moscheen auch während des Ramadan meist komplett schließen mussten.

 


Wichtige Fragen & Antworten zum Ramadan

  • Was ist der Ramadan?
    Ramadan ist der Name eines Monats im muslimischen Kalender. In diesem Monat gelten für gläubige Muslime spezielle Regeln. Der Ramadan fängt nicht jedes Jahr zur gleichen Jahreszeit an. Das liegt daran, dass der muslimische Kalender anders funktioniert als der Kalender, den wir normalerweise verwenden. Dieses Jahr beginnt der Ramadan für die islamischen Gemeinschaften in Deutschland am 13. April und dauert bis zum 12. Mai.

  • Was ist im Ramadan anders als sonst?
    In erster Linie gilt während des Ramadan: Essen und Trinken ist nur erlaubt, solange es dunkel ist. Denn der Ramadan ist die Fastenzeit im Islam. Morgens geht es also so früh raus aus dem Bett, dass es draußen noch ganz dunkel ist. Dann wird gefrühstückt. Mit der nächsten Mahlzeit muss gewartet werden, bis die Sonne wieder untergegangen ist. Das Ziel dabei: Die Menschen sollen sich ganz auf ihre Religion konzentrieren und an Gott denken.

    Auch deshalb beten viele Muslime öfter während des Ramadan und lesen im Koran, der heiligen Schrift des Islam. Oft wird auch Geld an Menschen gespendet, denen es nicht so gut geht. Wie streng alle diese Regeln befolgt werden, ist unter Muslimen unterschiedlich. Das Ende des Ramadan wird mit einem Fest gefeiert. Es heißt Fest des Fastenbrechens.

  • Müssen muslimische Kinder auch fasten?
    Bei Kindern gelten im Ramadan nicht so strenge Regeln. Auch fasten müssen sie noch nicht. Das gilt genauso für andere Menschen, die ihre Kräfte gerade brauchen. Dazu gehören etwa Kranke, Schwangere oder Leute, die in besonders anspruchsvollen Berufen arbeiten, wie etwa Piloten.

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