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Nahost-Konflikt eskaliert: Auswärtiges Amt warnt vor Reise nach Dubai

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Die Sorgen vor einem neuen Krieg waren groß. Am Samstagmorgen beginnen Israel und die USA mit Angriffen auf den Iran. Der schickt daraufhin Raketen Richtung Israel und greift US-Verbündete an.

von dpa und Michaela Grottker

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  • Die USA und Israel greifen in der Nacht auf Samstag den Iran an.
  • Der Iran schlägt daraufhin zurück. 
  • Im Iran gibt es die ersten Todesopfer: In einer Grundschule sterben 70 Mädchen bei einem Raketenangriff. 
  • Der UN-Sicherheitsrat kommt zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. 

In der Nacht auf Samstag (28. Februar) haben die USA und Israel den Iran angegriffen. In den Morgenstunden folgte dann der Gegenangriff. Nach Angaben des israelischen Militärs seien Raketen in Richtung Israel abgefeuert worden. Später auch auf die Staaten der US-Verbündeten. Erste Todesopfer gab es in einer iranischen Grundschule. Die Lage in Nahost (Stand 28. Februar, 17 Uhr).

Nahost-Krieg: Erste Reaktionen auch in Heilbronn zu vernehmen

17:00 Uhr: Am Rande einer CDU-Wahlkampfveranstaltung am Samstag in Heilbronn hat Landesinnenminister Thomas Strobl mitgeteilt, dass die Sicherheitsmaßnahmen in Baden-Württemberg aufgrund der Geschehnisse im Nahen Osten „hochgefahren“ worden seien.

Besonderer Schutz gelte dabei jüdischen und israelischen Einrichtungen. Zudem habe man die mögliche Demonstrationslage im Blick, die derzeit jedoch noch nicht abschätzbar sei, so Strobl weiter. Bislang gebe es auch keine Hinweise auf eine besondere Bedrohungslage im Land.

 Foto: Hoffmann, Adrian

Bereits am Samstagmorgen hätten sich die Landesinnenminister zur Lage und zu den aktuellen Entwicklungen ausgetauscht. Auch mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sei er im Gespräch, sagte Strobl. Dobrindt selbst war am Samstagmittag ebenfalls in Heilbronn zu Gast – bei der CDU-Wahlkampfveranstaltung „Innenminister trifft Innenminister“ im Bürgerhaus in Böckingen.

Auswärtiges Amt spricht Warnung aus: Reise nach Dubai vermeiden

16:53 Uhr: Das Auswärtige Amt verschärft nach der militärischen Eskalation zwischen Israel und dem Iran die Reise- und Sicherheitshinweise für die ganze Region. Wie nach einer Sitzung des Krisenstabs der Bundesregierung aus dem Ministerium zu hören war, gelten jetzt Reisewarnungen für Israel, Bahrain, Irak, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, ebenso wie für Dubai. Für Iran besteht schon seit 2022 eine Reisewarnung.

Die jeweiligen deutschen Auslandsvertretungen stünden in Kontakt mit den deutschen Staatsangehörigen vor Ort, hieß es aus dem Ministerium weiter. Das Auswärtige Amt habe zudem Fürsorgemaßnahmen für seine entsandten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getroffen.

Eskalation in Nahost: UN-Sicherheitsrat kommt zu Dringlichkeitssitzung zusammen 

16:43 Uhr: Der UN-Sicherheitsrat will angesichts der Angriffe Israels und der USA auf den Iran zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen soll sich am Samstag um 16.00 Uhr Ortszeit (22.00 Uhr MEZ) treffen. Frankreich und Bahrain hätten die Sitzung angefragt, teilte die israelische Botschaft bei den Vereinten Nationen mit.

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Eskalation unterdessen scharf: «Ich fordere einen sofortigen Stopp der Kampfhandlungen und eine Deeskalation», teilte der UN-Chef mit. Er forderte alle Parteien auf, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Exlosionen auch in Dubai

16:26 Uhr: Medienberichten zufolge soll es auch in Dubai zu Explosionen gekommen sein. Fotos in den Sozialen Medien zeigten zudem Flammen und Rauch über Gebäuden. 

Eskalation in Nahost: Nato behält Lage zunächst im Blick 

16:09 Uhr: Die Nato hat nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran die Lage im Nahen Osten im Blick. "Die Nato verfolgt die Entwicklungen im Iran und in der Region aufmerksam", sagte Sprecherin Allison Hart. 

Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel sowie auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte. Die Eskalation folgte auf Wochen gegenseitiger Drohungen im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm und gescheiterte diplomatische Bemühungen.

Erste Todesopfer in Nahost-Krieg: 70 iranische Schülerinnen in Klassenzimmer getötet

15:50 Uhr: Bei dem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens 70 Schülerinnen ums Leben gekommen. Die Zahl wurde demnach erneut nach oben korrigiert. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichteten Staatsmedien. Rund 90 weitere Schülerinnen seien verletzt worden.

Immer wieder Raketenalarm in Israel

15:46 Uhr: Kaum gibt es Entwarnung, schrillen bereits wieder die Sirenen: Die Gegenangriffe des Irans auf Israel reißen nicht ab. Die Menschen in Israel müssen immer wieder die Schutzräume aufsuchen.

Zivilschutzbehörde und Militär riefen die Menschen im Land am Samstag mehrfach auf, Schutzräume aufzusuchen und dort auf Entwarnung zu warten. Die Verteidigung sei «nicht hermetisch», hieß es in einer Mitteilung des Militärs. Der Iran feuert als Reaktion auf Angriffe Israels und der USA Raketen auf Israel. Ein Einwohner Tel Avivs sagte, es seien die intensivsten Angriffe auf die Stadt, die er je erlebt habe. Es gebe etwa jede halbe Stunde Luftalarm.

Berichte: Amtssitz von Chamenei im Iran zerstört

15:07 Uhr: Bei den israelisch-amerikanischen Luftangriffen ist Berichten zufolge der Amtssitz von Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei bombardiert worden. Ein vom iranischen Nachrichtenkanal Sabrin-News veröffentlichtes Satellitenfoto zeigte das vollständig zerstörte Areal des als "Beyt" bekannten Hochsicherheitsbereichs in der Hauptstadt Teheran. Auch Bewohner in Teheran berichteten davon.

Ob sich Chamenei zum Zeitpunkt der Attacke dort aufhielt, ist unklar. Er hatte sich in den vergangenen Wochen angesichts der militärischen Spannungen selten in der Öffentlichkeit gezeigt. Der iranische Staat dürfte dessen Sicherheit zur obersten Priorität gemacht haben. Wo er sich zuletzt aufhielt, ist nicht bekannt. Chamenei steht an der politischen und religiösen Spitze des Landes und ist zugleich Oberbefehlshaber der Streitkräfte.

Iran: 57 Schülerinnen bei Raketenangriff getötet

14:47 Uhr: Erneut wird die Zahl der getöteten Schülerinnen im Iran nach oben korrigiert. Zunächst war von 24 Mädchen die Rede, nun sollen es den Angaben zufolge 57 sein. "Diese Schule war ein direktes Ziel dieses Angriffs", hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Die Trümmerbeseitigung sowie die Rettungsmaßnahmen für die Schülerinnen seien im Gange. Der Vorfall ereignete sich demnach im Kreis Minab unweit der Küste am Persischen Golf. Rund 170 Schülerinnen sollen sich in der Schule zum Zeitpunkt des Raketenangriffs aufgehalten haben.

Moskau verurteilt Angriffe auf Ziele im Iran

14:12 Uhr: Russland hat die Angriffe Israels und der USA auf Ziele im Iran verurteilt und eine umgehende Rückkehr zur Diplomatie gefordert. Umfang und Art der "militärpolitischen und propagandistischen Vorbereitungen» ließen keinen Zweifel daran, dass es sich um einen «im Voraus geplanten und unprovozierten Akt bewaffneter Aggression gegen einen souveränen und unabhängigen Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen handelt", teilte das Außenministerium in Moskau mit. Die Rede war von einem «unüberlegtem Schritt», der gegen das Völkerrecht verstoße.

Nahost-Konflikt eskaliert: Bilder aus dem Kriegsgebiet

13:33 Uhr: Während in Israel und im Iran Raketen niedergehen, suchen viele Menschen Schutz in Tiefgaragen und Sicherheitsräumen. Über den Städten hängen die dunklen Rauchwolken der Explosionen. Die ersten Bilder liefern Eindrücke aus dem Kriegsgebiet:


Iran: Wichtige Staatsmänner am Leben

13:03 Uhr: Nach den israelisch-amerikanischen Angriffen sind nach iranischer Darstellung wichtige Staatsmänner am Leben. Wohlauf seien neben Präsident Massud Peseschkian auch Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf sowie der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani. Auch Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sei am Leben.

Berichte über den Verbleib von Irans oberstem Führer, Ajatollah Ali Chamenei, gab es zunächst nicht. Er hatte sich in den vergangenen Wochen angesichts der militärischen Spannungen selten in der Öffentlichkeit gezeigt. Der Staat dürfte dessen Sicherheit zur obersten Priorität gemacht haben. Wo er sich zuletzt aufhielt, ist nicht bekannt.

Berliner Polizei mobilisiert mehr Beamte wegen Iran

12:52Uhr: Die Berliner Polizei mobilisiert nach der jüngsten Eskalation in Nahost mehr Einsatzkräfte in der deutschen Hauptstadt. Mit Blick auf eine für den Nachmittag angekündigte Iran-Demonstration in Berlin-Mitte sowie für die gesamte Lage in Berlin seien vorsorglich Einsatzkräfte mobilisiert worden, sagte eine Sprecherin der Polizei. "Angesichts der aktuellen Entwicklung im Nahen Osten beobachten wir die Lage sehr genau und stehen in engem Austausch mit den zuständigen Sicherheitsbehörden."

Iran attackiert US-Verbündete Staaten – so ist die Lage in Nahost

12:38 Uhr: Nach dem Beginn der jüngsten israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran hat Teheran nach eigenen Angaben vier US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Die arabischen Golfstaaten beheimaten gemeinsam Tausende US-Truppen. 

  • Das Verteidigungsministerium in Katar teilte mit, man habe eine Reihe von Angriffen auf das eigene Territorium erfolgreich abgewehrt. Auch eine "zweite Welle" von Angriffen sei abgewehrt worden, die iranischen Raketen hätten Katar dabei nicht erreicht. Die Lage sei unter Kontrolle. Die Menschen wurden aufgerufen, Ruhe zu bewahren. In Katar liegt unter anderem der wichtigste Stützpunkt des US-Militärs im Nahen Osten.
  • Die Emirate sprechen von  einer "gefährlicher Situation" und einem «feigen Akt». Der emiratische Luftraum wurde vorübergehend geschlossen.
  • Die staatliche Nachrichtenagentur in Bahrain berichtete, ein Versorgungszentrum der US-Marine sei mit Raketen angegriffen worden. Details über Schäden oder mögliche Opfer gab es nicht. Bahrain beherbergt die fünfte Flotte der US-Seestreitkräfte.
  • In Kuwait ertönte Luftalarm. Die Luftabwehr in dem kleinen Golfstaat habe mehrere Raketen entdeckt und abgeschossen, teilte der Generalstabschef der Armee von Kuwait mit.
  • Auch Jordaniens Staatsagentur Petra berichtete unter Berufung auf Militärkreise, dass die Streitkräfte des Landes zwei ballistische Raketen abgefangen hätten. Diese hätten auf jordanisches Gebiet gezielt. Die jordanische Luftabwehr habe beide Raketen erfolgreich abgefangen.
  • In der Kurdenregion im Irak gingen Berichten unterdessen mehrere Drohnen nieder. Drei Drohnen seien im Raum Erbil in Nähe des US-Konsulats und des US-Militärstützpunkts in Nähe des Flughafens abgeschossen worden, erfuhr die Deutsche Presse Agentur aus Sicherheitskreisen. Es waren demnach Warnsirenen zu hören und Explosionen beim Abschuss der Drohnen.
  • Berichten zufolge sollen auch in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad Explosionen zu hören gewesen sein. Saudi-Arabien sprach von einem iranischen Angriff auf die Emirate, Bahrain, Katar, Kuwait und Jordanien und verurteilte diesen auf das Schärfste. Man stehe "in voller Solidarität" an Seite dieser Staaten, teilte das Außenministerium der Staatsagentur SPA zufolge mit und drohte mit "schweren Konsequenzen". In der Mitteilung wurden aber keine Details genannt zum mutmaßlichen Angriff in Saudi-Arabien.

Getötete Schülerinnen im Iran: Zahl steigt auf mindestens 24

12:20 Uhr: Bei dem Raketenangriff im Süden Irans ist die Zahl der getöteten Schülerinnen in einer Grundschule nach iranischen Angaben auf mindestens 24 gestiegen. Der staatliche Rundfunk bezog sich bei seiner Meldung auf den Landrat in dem betroffenen Kreis Minab.

Israel und die USA greifen den Iran an
Israel und die USA greifen den Iran an  Foto: Vahid Salemi/AP/dpa

Von der Leyen: Entwicklung im Iran äußerst besorgniserregend

11:57 Uhr: Nach den Angriffen Israels und der USA auf Ziele im Iran hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Entwicklung als "äußerst besorgniserregend" bezeichnet. "Wir rufen alle Parteien auf zu größtmöglicher Zurückhaltung, Zivilisten zu schützen und das Völkerrecht zu achten", schrieb sie auf X. 

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Die EU setze weiter auf Stabilität und Diplomatie. EU-Ratspräsident António Costa erklärte, die EU werde EU-Bürger in der Region unterstützen und rief ebenfalls zu Zurückhaltung auf.

Iran: Fünf Schülerinnen bei Raketenangriff getötet

11:52 Uhr: Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens fünf Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den dortigen Vizegouverneur.

Israel mobilisiert 70.000 Reservisten für Krieg mit Iran

11:34 Uhr: Israel will für den neuen Krieg mit dem Iran rund 70.000 Reservisten einberufen. Ein israelischer Militärvertreter sagte, die meisten gehörten zur Luftverteidigung und zum Heimatschutzkommando. "Es wird aber auch eine starke Präsenz an unseren Grenzen geben", sagte er Journalisten. 

Die Armee sei auf "verschiedene Szenarien" vorbereitet, mit Blick auf die Grenzverteidigung sowie auf mögliche Angriffe von Verbündeten des Irans auf Israel. Auf die Frage, wie lange der neue Militäreinsatz dauern werde, sagte er: "So lange wie notwendig".  Der Iran habe bisher Dutzende von Raketen auf Israel abgefeuert, es habe aber keine schwerwiegenden Treffer gegeben. 

Zu den Angriffen Israels im Iran sagte er: "Unsere erste Salve richtete sich gegen Ziele, die für die Handlungsfreiheit relevant sind." Außerdem seien sie gerichtet gegen "Ziele von hoher Bedeutung, Personen, die am Plan zur Zerstörung Israels beteiligt sind". Mehr Details dazu werde er nicht nennen.

Eskalation in Nahost: Wie geht es nach den Angriffen weiter? 

11:31 Uhr: Der Iran warnte seit Wochen vor einem Angriff und drohte mit einer "vernichtenden Antwort". US-Regierungsmitarbeiter sprechen laut US-Fernsehsender CNN von einer Operation, die über Tage oder Wochen andauern könne. Es sei "kein kleiner Schlag".

Es besteht die Gefahr eines "umfassenden Regionalkriegs", vor dem Chamenei bereits gewarnt hatte. Die Hisbollah-Miliz im Libanon, Huthi-Miliz im Jemen sowie Milizen im Irak könnten intervenieren.

Eskalation in Iran und Israel: Lufthansa setzt Ziele in Nahost aus 

11:14 Uhr: Der Angriff auf den Iran durch Israel und die USA hat Auswirkungen auf den Luftverkehr. Die Lufthansa setzt nach Angaben eines Sprechers mehrere Flüge mit Ziel Naher Osten aus.

Die Städte Tel Aviv (Israel), Beirut (Libanon), Amman (Jordanien), Erbil (Irak) und Teheran (Iran) würden bis einschließlich 7. März nicht angeflogen. Ebenfalls bis einschließlich 7. März würden folgende Lufträume nicht genutzt:

  • Israel
  • Libanon
  • Jordanien
  • Irak
  • Iran
  • Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi fänden heute und morgen nicht statt, sagte der Sprecher. 

Betroffene Fluggäste könnten kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhielten den Ticketpreis zurück. Die Lufthansa bedauere die Unannehmlichkeiten, die Sicherheit für Passagiere und Crews habe für die Lufthansa Group aber oberste Priorität.

Iran attackiert US-Verbündete in Golfregion

11:06 Uhr: Nach dem Beginn der jüngsten israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran hat Teheran nach eigenen Angaben vier US-Militärstützpunkte in der Region attackiert.  Das Verteidigungsministerium in Katar teilte mit, man habe eine Reihe von Angriffen auf das eigene Territorium erfolgreich abgewehrt. Die Lage sei unter Kontrolle. Die Menschen wurden aufgerufen, Ruhe zu bewahren.

Die staatliche Nachrichtenagentur in Bahrain berichtete, ein Versorgungszentrum der US-Marine sei mit Raketen angegriffen worden. Bahrain beherbergt die fünfte Flotte der US-Seestreitkräfte. Berichten zufolge sollen auch in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad Explosionen zu hören gewesen sein.

Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars waren der Militärstützpunkt Al-Udeid in Katar, der Stützpunkt Al-Salem in Kuwait, der Luftwaffenstützpunkt Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die US-Flotte in Bahrain unter den Zielen.

Panik in Irans Hauptstadt Teheran: Kliniken im Iran in Alarmzustand versetzt

10:34 Uhr: In Irans Hauptstadt Teheran gab es Explosionen im Zentrum. In der Millionenmetropole brach Panik aus. Menschen versuchten massenhaft, die Hauptstadt zu verlassen, wie Augenzeugen berichteten.

Nach Beginn der Angriffe gegen den Iran hat das Gesundheitsministerium erste Maßnahmen getroffen. Der Rund-um-die-Uhr-Betrieb in Kliniken werde aufrechterhalten, hieß es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Ebenfalls sollen landesweit ausgewählte Apotheken Tag und Nacht geöffnet sein. Ärzte und Personal im Gesundheitswesen solle sich in Bereitschaft halten. Kriegsverletzungen sollen kostenlos behandelt werden.

Eskalation im Nahost: Angriffe zwischen Israel und Iran

09:49 Uhr: In der Küstenmetropole Tel Aviv und weiteren Teilen des Landes heulten die Sirenen, Menschen eilten in Schutzräume. Die Luftabwehr sei aktiviert, um die Geschosse abzufangen, teilte das Militär mit. Die Armee wies die Bevölkerung an, bis auf Weiteres in Schutzräumen zu bleiben. Nach einem ersten iranischen Gegenangriff hatte es Raketenalarm in Nordisrael gegeben. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.

Explosionen nahe Nuklearzentrum im Iran

Iranische Staatsmedien meldeten zudem Explosionen am Rande der Stadt Isfahan. Südöstlich davon liegt ein Nuklearzentrum, das bereits im vergangenen Jahr vom US-Militär in Begleitung israelischer Angriffe bombardiert worden war.

Menschen beobachten Rauch nach einer Explosion in Teheran. (zu dpa: «Panik in Teheran: Massen flüchten aus der Stadt»)
Menschen beobachten Rauch nach einer Explosion in Teheran. (zu dpa: «Panik in Teheran: Massen flüchten aus der Stadt»)  Foto: Uncredited

Israel spricht von Präventivschlag gegen Iran

Der Staat Israel habe einen Präventivschlag gestartet, um Bedrohungen für Israel zu beseitigen, hatte Verteidigungsminister Israel Katz am Morgen bekanntgegeben. Er rief den sofortigen Ausnahmezustand aus.

Kurz darauf teilte auch US-Präsident Donald Trump mit, dass das US-Militär einen "massiven und andauernden Einsatz" gegen Israels Erzfeind durchführe. Der Luftraum über Israel wurde in Erwartung des iranischen Gegenschlags bis auf weiteres geschlossen. Der israelische Zivilschutz veröffentlichte Anweisungen für die Bürger des Landes. 

Trump: Iran wird nie eine Atomwaffe haben

Der gemeinsame Angriff Israels und seines Verbündeten USA erfolgt nur zwei Tage nach einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran über das umstrittene Atomprogramm der Islamischen Republik. Einen Durchbruch hatte es bei den Gesprächen in Genf nicht gegeben. Trump hatte der iranischen Führung in den vergangenen Wochen wiederholt mit militärischen Angriffen gedroht. Trump stellte dem Iran kürzlich ein Ultimatum bis Anfang März. "Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich". 

Raketenalarm in Israel.
Raketenalarm in Israel.  Foto: Leo Correa/AP/dpa

Bereits im vergangenen Jahr hatten Washington und Teheran über Irans umstrittenes Atomprogramm verhandelt, ehe Israel den Iran angriff. Die USA schlossen sich damals den Luftangriffen an und bombardierten zentrale Atomanlagen. Iran feuerte daraufhin ballistische Raketen auf Israel ab.

Trump kündigte nun an, die Raketen des Irans zu vernichten. "Wir werden ihre Marine vernichten", sagte er weiter. Man werde sicherstellen, dass der Iran keine Atomwaffe haben werde. "Sie werden nie eine Atomwaffe haben." Die iranische Führung werde bald lernen, dass man die Stärke der US-Streitkräfte nie herausfordern sollte, erklärte Trump weiter. Er forderte die Revolutionsgarden, iranischen Streitkräfte und Polizeikräfte zudem auf, ihre Waffen niederzulegen. Der Einsatz solle verhindern, dass durch diese "radikale Diktatur" die nationalen Sicherheitsinteressen der USA bedroht würden.

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