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Europas einzige Option heißt Stärke und Machtdemonstration

  
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Auf die russische Provokation durch Drohnen im russischen Luftraum, darf Europa nicht zu zaghaft reagieren, ist unsere Autorin überzeugt. 

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk beruft nach der Verletzung des polnischen Luftraums durch russische Drohnen eine außerordentliche Regierungssitzung mit Vertretern des Militärs und der Rettungsdienste in Warschau ein.
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk beruft nach der Verletzung des polnischen Luftraums durch russische Drohnen eine außerordentliche Regierungssitzung mit Vertretern des Militärs und der Rettungsdienste in Warschau ein.  Foto: Chancellery of the Prime Ministe

Stundenlang mit Drohnen in den europäischen Luftraum einzudringen, das passiert nicht aus Versehen. Zwar sind es bisher nur Hinweise, die darauf hindeuten, dass die russischen Drohnen aus Belarus im polnischen Luftraum absichtlich und nicht versehentlich dort unterwegs waren. Doch wundern muss man sich darüber nicht. Knapp drei Wochen nach dem Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, bei dem es um ein mögliches Ende des russischen Angriffskrieges in der Ukraine gehen sollte, ist nochmals klarer, was eigentlich schon klar war: Russland hat keinerlei Interesse an einem Frieden mit der Ukraine und Europa.

Worten der Entschlossenheit müssen Taten folgen

Das haben die Europäer verstanden, allen voran der französische Präsident Emmanuel Macron, der sich so vehement wie kein anderer für die militärische Unterstützung der Ukraine einsetzt und hier mit Friedrich Merz mittlerweile auch einen starken deutschen Partner an der Seite hat. Sie machen sich keine Illusionen über die Ziele des Kreml-Chefs und haben in der Theorie begriffen haben, dass Machtdemonstration und Stärke, die einzige Sprache ist, die Russland ernst nimmt. Umso wichtiger ist es, dass den Worten Taten folgen, wenn es nötig ist.

Deshalb muss die Nato auf diese beispiellose Provokation mit einer verstärkten Kontrolle des polnischen Luftraums reagieren. Eine verstärkte Überwachung der gesamten Ostflanke wäre wünschenswert. Die Bedrohung durch Russland wird nicht kleiner, sondern größer, zaghaftes Handeln kann sich die Nato nicht erlauben. Bleibt zu hoffen, dass die demonstrierte Geschlossenheit nicht durch ein Social-Media-Post aus dem Weißen Haus untergraben wird. 

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