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Wahlkreis Heilbronn: Wirtschaftswachstum ist ein Topthema beim Stimme-Forum

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Expertengremium, viel Geld vom Land: Die Sechs Kandidaten des Wahlkreises Heilbronn haben beim Stimme-Wahlforum in der Harmonie viele Vorschläge, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Von mwg

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Der Wahlkreis Heilbronn stellt mit Thomas Strobl (CDU) den baden-württembergischen Innenminister. Daneben ist der Wahlkreis mit Gudula Achterberg (Bündnis 90/Die Grünen) und Nico Weinmann(FDP) mit gerade einmal zwei Abgeordneten im Landtag vertreten – so wenig wie kein anderer der insgesamt vier Wahlkreise in der Region. Das wollen die sechs Kandidaten ändern, die sich am Donnerstagabend beim Stimme-Wahlforum den Fragen von Tanja Ochs, stellvertretende Chefredakteurin, und Alexander Hettich, Leiter des News Management, stellen.

Das sind die Teilnehmer beim Stimme-Wahlforum in der Harmonie in Heilbronn

Eingeladen zur Diskussionsrunde sind die Kandidaten, deren Parteien im Landtag oder Bundestag vertreten sind: neben Achterberg, Weinmann und Strobl sind das Tanja Sagasser-Beil (SPD) und Maximilian Decker (AfD). Für Hiba Charif (Die Linke) sitzt Zweitkandidat Christoph Mössinger auf der Bühne in der Harmonie.

Es ist das letzte von insgesamt vier Foren von Heilbronner Stimme/Hohenloher Zeitung/Kraichgau Stimme vor der Landtagswahl am 8. März. 

Die Kandidaten (von links): Thomas Strobl, Gudula Achterberg, Christoph Mössinger, Nico Weinmann, Tanja Sagasser-Beil und Maximilian Decker.
Die Kandidaten (von links): Thomas Strobl, Gudula Achterberg, Christoph Mössinger, Nico Weinmann, Tanja Sagasser-Beil und Maximilian Decker.  Foto: Lina Bihr

Thomas Strobl zu Expertengremium: Baden-Württemberg kann Kooperation

Der Abend startet mit der Frage, wie die Wirtschaft wieder angekurbelt werden kann. Der Rüstungsindustrie wird dabei eine immer wichtigere Rolle zugeschrieben. Achterberg: „Ich gehe davon aus, dass wir auch in der Automobilbranche vorankommen. Aber die Rüstungsindustrie ist aufgrund der geopolitischen Lage ein Thema.“

Die CDU setzt auf ein weiteres Expertengremium: „Was eine Stärke von Baden-Württemberg ist, ist die Fähigkeit zur Kooperation“, begründet Strobl. Eine Forderung der AfD ist, dass Landesbehörden ausschließlich Autos aus Baden-Württemberg kaufen sollen. Decker erklärt: „Es zielt darauf ab, dass man zuerst heimische Produkte fördert und fordert.“

Tanja Sagasser-Beil zum Zusammenspiel von öffentlichen und privaten Geldern: Ipai als Vorbild nehmen

Die SPD fordert zum Anschub der Wirtschaft eine Transformationsmilliarde. Wo das Geld herkommen soll? „Das Land hat immer Haushaltsüberschüsse gemacht“, sagt Sagasser-Beil. Auch privates Geld sei möglich. Sagasser-Beil nennt als Beispiel den Ipai in Heilbronn. „Wir würden das gerne auf Baden-Württemberg übertragen.“ Die Wirtschaft ist traditionelles Gebiet der FDP, wird in diesem Wahlkampf aber von allen Parteien besetzt. Die FDP könne sich dennoch abheben, sagt Weinmann: „Wir fordern, dass sich der Staat auf seine Kernkompetenz beschränkt und der Wirtschaft die Beinfreiheit verschafft, um die Wettbewerbsfähigkeit wieder herzustellen.“

Das Programm der Linken könne man so lesen, dass sie den großen Unternehmen mit einer Verstaatlichung drohe, so Moderator Alexander Hettich. Dem widerspricht Mössinger nicht: „Es geht darum, die Gesellschaft mitzunehmen und zu beteiligen.“

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