Welche Auswirkungen das Ergebnis der Landtagswahl auf die Wahlkreisbüros hat
Klaus Ranger (SPD) und Georg Heitlinger (FDP) haben den Wiedereinzug ins Landesparlament verpasst. Das hat Auswirkungen auf ihre Wahlkreisbüros und die Mitarbeiter.

Nach der Landtagswahl steht für einige Abgeordnete aus der Region ein beruflicher Einschnitt an. Mit dem Ausscheiden von Klaus Ranger (SPD), Georg Heitlinger und Nico Weinmann (beide FDP) aus dem Landtag steht auch die Zukunft ihrer Wahlkreisbüros zur Diskussion. Die Büros sind bislang eine Anlaufstellen für Bürger, die Anliegen oder Fragen an ihre Vertreter im Landtag haben. Fällt das Mandat weg, endet meist auch die Präsenz vor Ort.
Klaus Ranger (SPD) verliert Mandat: Mitarbeiter in Neckarsulm hatten befristete Verträge
Der Landtagsabgeordnete Klaus Ranger (SPD) aus dem Wahlkreis Neckarsulm hat bei der Landtagswahl sein Mandat verloren. Damit schließt auch sein Wahlkreisbüro in der Innenstadt von Neckarsulm. Das Büro in der Marktstraße 21 bleibt voraussichtlich bis 30. April geöffnet. „Es steht noch das SPD-Regionalzentrum in der Unteren Neckarstraße 50 in Heilbronn zur Verfügung“, sagt der SPD-Politiker. Dort können Bürger weiterhin Ansprechpartner finden.
Dass Ranger den Wiedereinzug ins Landesparlament verpasst hat, hat auch Auswirkungen auf seine Mitarbeiter. Drei Teilzeitkräfte arbeiten in seinem Team, zwei in Neckarsulm und eine weitere Mitarbeiterin in Stuttgart. „Es wäre unfair, die Mitarbeitenden von heute auf morgen gehen zu lassen“, sagt Klaus Ranger. Ihre Arbeitsverträge sind befristet und laufen noch bis 30. April.
FDP-Politiker Georg Heitlinger: Mietvertrag für Wahlkreisbüro in Eppingen wird gekündigt
Auch für FDP-Politiker Georg Heitlinger hat die Landtagswahl Folgen. Da er den Wiedereinzug in den Landtag nicht geschafft hat, wird sein Wahlkreisbüro in der Bahnhofstraße in Eppingen geschlossen. „Mit dem Ende meines Mandats entfällt auch die Grundlage für das Wahlkreisbüro“, erklärt Heitlinger. Die Räume werden zunächst nicht weiter genutzt, der Mietvertrag wird beendet: „Der Vertrag wird regulär gekündigt“, sagt Heitlinger.
Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet das Veränderungen. Ihre Verträge seien an das Mandat gebunden gewesen, sagt Heitlinger. „Mit dem Ende der Legislaturperiode laufen diese entsprechend aus.“
FDP Stadt- und Kreisverband Heilbronn: „Wir sind ja nicht abgeschafft.“
Wie es mit anderen Parteibüros in der Region weitergeht, ist zum Teil noch offen. Rolf Münter, Ansprechpartner des Wahlkreisbüros des FDP Stadt- und Kreisverbands Heilbronn in der Heidelberger Straße 90B, erklärt, dass bislang keine endgültige Entscheidung getroffen worden sei. „Bis jetzt ist noch nichts klar“, sagt Münter. In den kommenden Wochen wolle man sich zusammensetzen und gemeinsam besprechen, wie die Räume künftig genutzt werden sollen. Klar sei jedoch, dass die Arbeit des Stadt- und Kreisverbands fortgesetzt werde. „Wir sind ja nicht abgeschafft“, sagt Münter.
Auch ohne Landtagsabgeordnete wollen die Parteien in der Region präsent bleiben und Ansprechpartner für Mitglieder sowie Bürger sein.
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