Wahlkreis Heilbronn: Thomas Strobl holt Direktmandat für CDU zurück
Nach zwei Legislaturperioden ist die CDU wieder stärkste Kraft im Wahlkreis Heilbronn, zumindest was das Direktmandat angeht. Bei der Zweitstimme liegen die Grünen bei der Landtagswahl 2026 denkbar knapp vorne.
Thomas Strobl (CDU) gewinnt den Wahlkreis Heilbronn deutlich mit 30,6 Prozent. Beachtliche sieben Prozentpunkte mehr als 2021 verbucht der Innenminister mit der Erststimme in seiner Heimatstadt bei der Landtagswahl 2026. Damit holt er nach zehn Jahren das Direktmandat für seine Partei zurück. 2016 und 2021 hatte Susanne Bay als Kandidatin der Grünen den Platzhirsch CDU in Heilbronn auf Platz zwei verwiesen.
Strobl holt Direktmandat im Wahlkreis Heilbronn – Grüne bei Zweitstimme vorn
Gudula Achterberg, die 2022 für Bay in den Landtag nachrückte, konnte an den Erfolg der heutigen Stuttgarter Regierungspräsidentin nicht anknüpfen. Mit 21,5 Prozent der Erststimmen erlitt sie deutliche Verluste und schneidet auch im Vergleich zum Gesamtergebnis ihrer Partei schlechter ab. Es reicht bei den Erststimmen nur noch für den dritten Platz im Wahlkreis, über die Landesliste wird Achterberg voraussichtlich trotzdem den Sprung in den Landtag schaffen.
Bei den Zweitstimmen allerdings lieferten sich die beiden bisherigen Stuttgarter Koalitionspartner im Laufe der Auszählung lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende lagen die Grünen knapp mit 27,2 Prozent vorn, nur 0,3 Prozentpunkte vor der CDU.

Achtungserfolg für Weinmann: FDP-Mann fliegt trotzdem aus dem Landtag
Die AfD wird bei Erststimmen zweitstärkste Kraft. Von zwölf auf 22,2 Prozent kann Direktkandidat Maximilian Decker das Ergebnis steigern. Dem Parlament in der Landeshauptstadt wird er vermutlich trotzdem nicht angehören, mit Listenplatz 50 hätte er sich für einen Einzug das Direktmandat sichern müssen. Bei den Zweitstimmen ist die AfD in Heilbronn drittstärkste Kraft.
Auch wenn die SPD es insgesamt über die Fünf-Prozent-Hürde geschafft hat, hat es für die Heilbronner Kandidatin Tanja Sagasser-Beil nicht gereicht. Mit Listenplatz 18 bleibt ihr der Einzug in den Landtag über das Zweitmandat verwehrt. Weil seine Partei den Einzug verpasst hat, verlässt der FDP-Abgeordnete Nico Weinmann nach zwei Legislaturperioden das Parlament, auch wenn sein persönliches Ergebnis um einiges besser aussieht als das der FDP im Land. In Heilbronn erhielt die Partei 5,1 Prozent der Zweitstimmen. Weinmann selbst fährt einen Achtungserfolg mit 8,1 Prozent der Erststimmen ein.
Die Linke liegt auch im Wahlkreis Heilbronn unter fünf Prozent.
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