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Wahlkreis Eppingen: Wo AfD, CDU und Grüne bei  den Zweitstimmen vorn liegen

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Im Wahlkreis Eppingen hat sich Michael Preusch das Direktmandat geholt. Es war aber nicht eindeutig.

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So hat der Wahlkreis Eppingen gewählt.
So hat der Wahlkreis Eppingen gewählt.  Foto: Hauke-Christian Dittrich

Eppingen ist die einzige Große Kreisstadt im Landkreis Heilbronn, in der die AfD bei der Landtagswahl zumindest in einer Kategorie als Siegerin über die Ziellinie gegangen ist. Die Partei liegt in Eppingen bei den Zweitstimmen vorn, holte 29,7 Prozent und distanzierte die CDU um einen Prozentpunkt.

Bei den Erststimmen bleibt die CDU mit ihrem Kandidaten Michael Preusch mit 35,8 Prozent allerdings klar vor der AfD und ihrem Kandidaten Dennis Klecker. Auch im ganzen Wahlkreis Eppingen setzte Preusch sich durch und sicherte sich das Direktmandat. Im gesamten Wahlkreis liegt die Union auch in der Zweitstimme vorn. 

Orte, in denen die AfD die meisten Zweitstimmen geholt hat

Eppingen ist dabei nicht die einzige Kommune, in der die AfD die meisten Zweitstimmen auf sich vereinen konnte. Auch in Kirchardt (33,5 Prozent), Zaberfeld (33,2 Prozent), Siegelsbach (31,6 Prozent), Pfaffenhofen (30,4 Prozent) und Güglingen (29,2 Prozent) war die Partei bei den Zweitstimmen vorn. In Kirchardt wohnt Maximilian Decker, der für die Partei im Gemeinderat ist. Er kandidierte im Wahlkreis Heilbronn als Direktkandidat, wo Thomas Strobl gewann. Auch den Einzug über die Landesliste verpasste der Kirchardter.

In Zaberfeld und Pfaffenhofen stimmten die meisten Wähler auch bei der Erststimme für Dennis Klecker (AfD), in den übrigen Orten holte sich Michael Preusch die meisten Erststimmen.

Pluspunkte konnte der Landtagsabgeordnete Erwin Köhler für seine Grünen in seiner Heimatstadt Lauffen holen: Die meisten Wähler stimmten zwar auch dort für den CDU-Erstkandidaten Preusch, aber dafür ergatterten sich hier die Grünen die meisten Zweitstimmen in einem Wahlkreis-Ort (33,2 Prozent).

Wo die FDP besonders gut war

Auffällig auch: Die FDP, die den Wiedereinzug in den Landtag verpasste, schnitt in Eppingen mit 10,1 Prozent überdurchschnittlich ab. Aus Eppingen kommt der FDP-Landtagsabgeordnete Georg Heitlinger, der sein Mandat verliert – wie auch andere Kandidaten aus der Region Heilbronn und Hohenlohe.

Ein Vergleich mit vorherigen Wahlen ist nur schwer möglich, weil es erstmals zwei Stimmen gab. Nimmt man die Direktkandidaten, dann legte Preusch gegenüber der Wahl vor fünf Jahren um fast elf Prozent zu, Dennis Klecker sogar um fast zwölf Prozent; damals trat Rainer Podeswa für die AfD an.

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