Die Stimme veranstaltet in allen vier Wahlkreisen der Region eigene Wahlforen mit den jeweiligen Direktkandidaten der sechs großen Parteien. Die letzte im Wahlkreis Heilbronn beginnt diesen Donnerstag um 19 Uhr in der Harmonie.
Direktkandidaten im Wahlkreis Neckarsulm: Unterschiede bei Zukunft der Automobilindustrie
Bürokratie und Wirtschaft: Beim Stimme-Wahlforum in Untereisesheim stellen sich Direktkandidaten im Wahlkreis Neckarsulm den Fragen der Stimme.
Die im Land- und Bundestag vertretenen Parteien hoffen darauf, in Stuttgart vertreten zu sein. Und sie zeigen im Wahlkreis Neckarsulm Gesicht: Die Landtagsabgeordneten Isabell Huber (CDU), Klaus Ranger (SPD) und Carola Wolle (AfD) möchten ihre Mandate verteidigen, Sibylle Riegger-Gnamm will in die Fußstapfen von Armin Waldbüßer treten, der für die Grünen im Landtag sitzt und nicht mehr antritt. Zudem kandidieren Alexander Hampo für die FDP und Florian Vollert für die Linke.
Beim Stimme-Wahlforum ging es für die Direktkandidaten unter anderem um die Themen Wirtschaft, Bildung und Bürokratie; moderiert von Tanja Ochs, stellvertretende Chefredakteurin, und Alexander Hettich, der das News Management bei der Stimme leitet. Nach Untereisesheim sind 150 Besucher gekommen.

Wer ist nach der Wahl vorn? So äußern sich CDU- und Grünen-Kandidatinnen
Wer nach der Wahl in Stuttgart vorn ist, das entscheiden die Bürger – das sagten sowohl Sibylle Riegger-Gnamm und Isabell Huber.
Der Einzug der Linken sei wahrscheinlich. „Es ist eine historische Geschichte“, sagte Florian Vollert.
Wie geht es weiter mit der Automobilbranche? Das sind Einschätzungen der Kandidaten
Erstes Thema des Abends war die Zukunft der Automobilbranche. Das Verbrenner-Aus beschleunige nicht den Niedergang der Automobilindustrie, so Sibylle Riegger-Gnamm. „Die Transformation ist notwendig.“ Die Industrie werde hoffentlich mitziehen.
Es sei wichtig, „dass bei uns die Autos produziert werden“, sagte Isabell Huber und warb für Technologieoffenheit. Ein Elektroauto könne sich nicht jede Familie leisten.
Die AfD will Landesbehörden verpflichten, auf Autos aus dem Land zu setzen. Man könne stolz darauf sein, dass die Autos in Baden-Württemberg erfunden worden seien, so Carola Wolle. „Wir leben von der Automobilindustrie in Baden-Württemberg.“
Jeder Mensch solle frei entscheiden, welches Autos er kaufe. „Daran hängen Existenzen“, sagte Alexander Hampo. Er warb ebenfalls für Technologieoffenheit. Die Zukunft des Antriebs solle man an Ingenieure zurückgeben, die Ahnung hätten.
Die SPD fordert eine Transformationsmilliarde – für die ganze Industrie, vor allem für mittlere und kleine Betriebe, so Klaus Ranger. Diesen Firmen solle geholfen werden. Das Geld komme durch Umschichtungen im Wirtschaftshaushalt zusammen.
Die Linke sei für eine Vermögenssteuer, so Florian Vollert. Davon erhalte Baden-Württemberg über 14 Milliarden Euro. Mit diesem Geld und anderen Geldquellen, „die uns einfallen“, fordere die Linke eine Transformation. „Wenn es einen gesellschaftlichen Willen gibt, müssen die Unternehmen handeln“ – falls nötig müsse das Land „klare Kante zeigen“.
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