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Mehr Soziales, mehr Nähe: Tanja Sagasser-Beil möchte für die SPD in den Landtag

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Seit Jahren im Gemeinderat aktiv, jetzt der nächste Schritt: SPD-Politikerin Tanja Sagasser-Beil kandidiert erstmals als Direktkandidatin om Wahlkreis Heilbronn und setzt auf soziale Themen und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

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Die SPD-Politikerin Tanja Sagasser-Beil kandidiert für den Wahlkreis Heilbronn bei der Landtagswahl am 8. März.
Die SPD-Politikerin Tanja Sagasser-Beil kandidiert für den Wahlkreis Heilbronn bei der Landtagswahl am 8. März.  Foto: Klara Landes

Sich politisch zu engagieren, ist Tanja Sagasser-Beil praktisch in die Wiege gelegt worden. Schon ihre Eltern waren aktiv, sie selbst brachte sich in der „Schülermitverantwortung“ (SMV) ein und war Chefredakteurin der Schülerzeitung. „Dann bin ich Juso-Mitglied geworden, und mir war schnell klar: Meine politische Heimat ist links“, erzählt die 49-Jährige, die erstmals von der SPD als Heilbronner Direktkandidatin für den Stuttgarter Landtag ernannt wurde.

Das kommt nicht überraschend, schließlich ist sie seit 2005 ohne Unterbrechung Mitglied im Heilbronner Gemeinderat und war in der Vergangenheit bereits drei Mal Zweitkandidatin des ehemaligen Landtagsabgeordneten Rainer Hinderer.

Tanja Sagasser-Beil möchte ihre Erfahrungen aus der Lokalpolitik in den Landtag tragen

Ihre Arbeit in der Kommunalpolitik prägt die Frankenbacherin auch bei ihrer Kandidatur. Sie wolle im Falle ihrer Wahl die Menschen mitnehmen, etwas für sie bewegen, „Kommunalpolitik XXL machen“, also Erfahrungen aus den Städten und Gemeinden stärker in die Landespolitik tragen. Der Landtag sei ein gutes Bindeglied zwischen Bürgern und Politik, der Einfluss der Abgeordneten dort deutlich größer als auf kommunaler Ebene.

Fragen wie die Gebührenfreiheit von Kitas oder die Bezahlung von Grundschullehrkräften werden in Stuttgart entschieden. Und da möchte Tanja Sagasser-Beil hin und sich dort auch für Kinder, Familie und Soziales stark machen. „Ich kann natürlich einiges meiner eigenen Erfahrung weitergeben“, sagt die Mutter von zwei Kindern. Sie wisse, dass vieles auch von der Finanzierung abhänge. „Aber man sollte sich nicht rechtfertigen müssen, wenn man mehr für Bildung ausgeben möchte.“

Abbau bürokratischer Hürden und Unterstützung beim Wohnungsbau

Ein weiteres Schwerpunktthema ist bezahlbarer Wohnraum, der nicht nur in Heilbronn, sondern landesweit immer knapper wird. Die Mediendesignerin sieht hier noch deutlich mehr Fördermöglichkeiten. Mit der Stadtsiedlung Heilbronn, in deren Aufsichtsrat sie sitzt, hat sie ein konkretes Beispiel direkt vor Augen, wie kommunale Wohnungsunternehmen bezahlbaren Wohnraum schaffen und dauerhaft sichern können. „Andere Städte und Kreise sollten bei der Gründung von Wohnbaugesellschaften unterstützt werden“, so Tanja Sagasser-Beil. Dass das nicht von heute auf morgen geht, weiß die SPD-Politikerin.

Nötig sei zudem ein deutlich schnellerer Abbau bürokratischer Hürden, beispielsweise bei Förderanträgen, die immer wichtiger für die Kommunen werden. Ohne finanzielle Unterstützung lassen sich viele Bauprojekte nicht mehr verwirklichen. „Sie gehen am Stock“, sagt Tanja Sagasser-Beil. Es gebe viele Aufgaben, aber zu wenig Unterstützung. Mit einem einzelnen Antrag im Landtag lasse sich das nicht ändern, räumt sie ein – es sei aber ein erster Schritt. 

Die SPD-Kandidatin möchte einen Ort zum Zusammenkommen schaffen

Die Gesellschaft drifte immer weiter auseinander, sagt Tanja Sagasser-Beil. Gerade deshalb wolle sie einen Ort schaffen, an denen Menschen zusammenkommen können – offen, niedrigschwellig und ohne Vorbehalte. Einen Raum, in dem niemand Angst haben muss, sich Rat zu holen oder auch einfach mal alles rauszulassen. „Wo Menschen ins Gespräch miteinander kommen.“

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