Isabell Huber aus Wüstenrot: Landespolitikerin mit kommunalen Wurzeln
Seit 2019 sitzt Isabell Huber für die CDU im Landtag. Am 8. März möchte sie für den Wahlkreis Neckarsulm das Direktmandat holen.

„Der Wahlsieg mit Manuel Hagel als unserem nächsten Ministerpräsidenten ist kein Selbstläufer. Das wird ein hartes Stück Arbeit“, sagt Isabell Huber. An ihr soll es nicht liegen. In der heißen Phase des Wahlkampfs hat die Wüstenroterin, die seit 2019 für die CDU im Landtag sitzt, fast jeden Abend Termine. Freitags und samstags kommen tagsüber Info-Stände in allen 23 Kommunen ihres Wahlkreises Neckarsulm dazu.
Der persönliche Austausch mit den Bürgern liegt Isabell Huber am Herzen – „das ganze Jahr über, nicht nur in Wahlkampfzeiten. Ich bin überall ansprechbar“. Seit der Landtagswahl 2021 schwört die Ortsvorsteherin von Wüstenrot auf den Haustürwahlkampf. „Die Leute freuen sich. Da kommt eine Politikerin und interessiert sich für mich“, beschreibt sie die Reaktionen. Andere Erfahrungen macht die 38-Jährige auf Social Media: „Leider haben die Beleidigungen deutlich zugenommen. Ich hatte in zwei Wochen mehr solche Kommentare als im letzten Wahlkampf insgesamt.“
2019 nachgerückt, 2021 Landtagsmitglied über das Zweitmandat
Isabell Huber ist 2019 nach dem Tod von Bernhard Lasotta in den Landtag nachgerückt. 2021 gelang ihr der Einzug ins Parlament über das Zweitmandat. Dieses Mal ist sie entschlossen, es auf Anhieb zu schaffen. „Es gilt in unserem Wahlkreis, die AfD in Bezug auf das Direktmandat zu verhindern“, betont das Präsidiumsmitglied der CDU Baden-Württemberg.
Ihre Themen sind breit gestreut: Huber sitzt für ihre Fraktion im Ausschuss des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen sowie im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration. Die Wirtschaft zu stärken mit Förderprogrammen, auch das ist ihr ein Anliegen. Mit Sorge blickt die Kreisrätin auf „Audi und die vielen Zulieferer, die von der Transformation ebenfalls betroffen sind“. Den IPAI als künftigen Garant für Arbeitsplätze bezeichnet sie als „wegweisend, nicht nur für Heilbronn, sondern für die ganze Region“.
Huber will sich für ein beitragsfreies letztes Kita-Jahr einsetzen
Besonders stolz ist Huber auf das, was ihre Fraktion dank ihrer Initiative in puncto Sprachförderung in Kitas und Grundschulen erreicht hat. Im Falle ihrer Wiederwahl hat die familienpolitische Sprecherin der CDU gleich das nächste Ziel vor Augen: ein beitragsfreies letztes Kita-Jahr, finanziert vom Land.
Bei allem landespolitischem Engagement ist Isabell Huber die „kommunale Verwurzelung“ enorm wichtig: „Das prägt mich und macht mich auch aus.“ Nach ihrer Ausbildung im gehobenen Verwaltungsdienst war sie im Haupt- und Personalamt der Stadt Stuttgart tätig. Seit 2019 ist Huber Ortschaftsrätin der Gemeinde Wüstenrot, seit 2024 Ortsvorsteherin ihres Heimatortes.
Immer unterwegs zwischen Stuttgart, Heilbronn und Wüstenrot soll zumindest der Sonntag Ehemann Alexander, Tochter Anna (7) und Sohn Alexander (2) vorbehalten sein. In Wahlkampfzeiten gelingt das nicht immer. Und es kann auch mal vorkommen, dass beim Sonntagsspaziergang Flyer verteilt werden. Isabell Huber wirbt dafür, dass Frauen trotz Familie Karriere machen. In ihrem Fall gelingt das auch dank ihres Mannes, der seine Arbeitszeit reduziert hat, ihren Eltern, ihren Schwiegereltern und ihrer Schwester, die jederzeit für die Kinder da sind. Isabell Huber: „Ich habe ein tolles familiäres Umfeld.“
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