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Gudula Achterberg tritt 2026 als Grüne-Direktkandidatin im Wahlkreis Heilbronn an

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Gudula Achterberg kam über das Ehrenamt zur Politik. Nun tritt sie bei der Landtagswahl 2026 als Direktkandidatin im Wahlkreis Heilbronn für die Grünen an.

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Gudula Achterberg kandidiert 2026 erstmals direkt für die Grünen im Wahlkreis Heilbronn.
Gudula Achterberg kandidiert 2026 erstmals direkt für die Grünen im Wahlkreis Heilbronn.  Foto: Mario Berger

Eher unverhofft sei Gudula Achterberg zur Politik gekommen, meint sie selbst und lacht. Als die gebürtige Kielerin 2006 nach Leingarten zog, wurde aus ehrenamtlichem Engagement schnell der Einstieg in die große Politik. „2009 kamen die Grünen auf mich zu und fragten, ob ich mich bei der Kommunalwahl engagieren möchte“, erzählt sie.

„Ich habe dann gleich Nägel mit Köpfen gemacht und bin in die Partei eingetreten.“ Nun steht für die 60-Jährige der nächste Schritt an: Bei der Landtagswahl 2026 tritt sie erstmals als Direktkandidatin der Grünen im Wahlkreis Heilbronn an.

Nachhaltiger Wohnbau und Brückensanierung: Das fordert Gudula Achterberg

Im Landtag sitzt Achterberg zwar schon seit 2022 – allerdings als Nachrückerin. Nachdem die gewählte Direktkandidatin der Grünen, Susanne Bay, für die Achterberg 2016 und 2021 als Zweitkandidatin angetreten war, zur Präsidentin des Stuttgarter Regierungspräsidiums berufen wurde, rückte Achterberg im Februar desselben Jahres in den Landtag von Baden-Württemberg nach. „Das hat mich natürlich stolz gemacht. Es ist mir wichtig, mich für meine Heimat einzusetzen“, sagt sie. Sie ist zuständig für den Wahlkreis Stadt Heilbronn, Flein, Leingarten, Nordheim und Talheim. Seit 2022 ist sie außerdem Sprecherin der Grünen für Straßeninfrastruktur.

Zu ihrem politischen Portfolio zählt unter anderem die Förderung des Bauens mit nachhaltigen, recycelbaren Materialien wie Lehm. Ihr Wahlkreis habe stets stark von den Förderprogrammen des Landes profitiert, die sie schnell und unbürokratisch an die Kommunen weitergeleitet habe.

Trotz ihres Landtagsmandats ist Achterberg weiterhin im Gemeinderat aktiv. Ihre Freizeit leide darunter ein wenig – „wie das Schwimmen oder das Singen im Chor, was ich manchmal schade finde“, sagt sie. Doch sie fügt direkt hinzu: „Es ist wichtig, dass man als Abgeordnete auch in der Kommunalpolitik aktiv bleibt.“ Viele würden das so handhaben. „Das ist super: vom Kleinen ins Große – man weiß immer, wo der Schuh drückt, wo es brennt.“

Klimaschutz und Wirtschaft zusammendenken: Gudula Achterberg will 2026 in den Landtag

Und wo brennt es aktuell besonders? „Die Finanzen der Kommunen sind überall in Schieflage“, sagt sie. Das Sondervermögen habe zwar geholfen, doch die Aufgaben würden immer mehr, während die Budgets schrumpfen. „Wir müssen die Kommunen besser unterstützen und mehr Mittel zur Verfügung stellen.“ Doch woher soll das Geld kommen? „Ich finde, man muss die Steuereinnahmen anders verteilen“, sagt sie.

Besonders drückt der Schuh im Wohnungsbau. Der sei dringend notwendig – nachhaltig und zugleich bezahlbar. „Wir müssen künftig Wohneinheiten umbauen, Gebäude aufstocken und wohl auf gewohnte Standards verzichten“, erklärt Achterberg. „Außerdem haben wir viele marode Brücken, die dringend saniert werden müssen. Dafür braucht es ausreichend Mittel – vielleicht müssen wir dafür auf Großprojekte zunächst verzichten.“ Auch für klimaresiliente Ortsmitten und grüne Oasen, um Wetterextremen besser begegnen zu können, setzt sie sich ein.

Dass die Grünen einmal besser bei Wählerinnen und Wählern dastanden, räumt Gudula Achterberg ein. „Als Grüne werden wir stark mit Klimaschutz verbunden“, sagt sie. „Doch das ist derzeit nicht das Thema Nummer eins.“ Die wirtschaftliche Entwicklung stehe im Vordergrund. „Und das schaffen wir auch“, verspricht sie. „Klimaschutz und Wirtschaft gehören zusammen – dieses Bild müssen wir stärker vermitteln.“

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