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Grünen-Kandidat Mario Dietel hätte es fast geschafft: „Dieses heftige Stimmensplitting hat keiner kommen sehen“

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Mario Dietel aus Öhringen hat den Kampf ums Direktmandat klar gegen CDU-Kontrahent Tim Breitkreuz verloren. Über die Landesliste und das Zweitstimmenergebnis wäre er um ein Haar in den Landtag eingezogen. Wie geht es ihm einen Tag nach der Wahl? 

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Mario Dietel aus Öhringen hat den Sprung ins Parlament knapp verpasst. Trotzdem stellen die Grünen den nächsten Ministerpräsidenten. Wie lange und wie gut hat er geschlafen? „Kurz. Ich bin noch am Abend nach Stuttgart gefahren und habe mit ein paar anderen Kandidaten dort die Nacht verbracht.“ Wo? „Im Haus der Abgeordneten und in der Staatsgalerie.“ Wie war die Stimmung vor Ort? „Ausgelassen und sehr motivierend. Die Leute waren aber auch müde nach diesem langen Wahlkampf. Deshalb war die Tanzfläche um 23.30 Uhr schon ziemlich leer.“  

Dietel hofft, als Nachrücker zum Zug zu kommen

Keiner hätte geglaubt, dass es für den 25-Jährigen doch noch klappen könnte, über die Landesliste und das Zweitstimmenergebnis in den Landtag einzuziehen, nachdem er den Kampf um das Direktmandat im Wahlkreis Hohenlohe klar gegen Tim Breitkreuz von der CDU verloren hat. Um ein Haar wäre es aber genau so gekommen. Bis Platz 53 reichte es, Dietel stand auf Platz 56. „Dieses heftige Stimmensplitting in ganz Baden-Württemberg hat keiner kommen sehen. Ich auch nicht.“ Nun hofft Dietel, womöglich als Nachrücker irgendwann zum Zug zu kommen, wenn mindestens drei Abgeordnete vorzeitig ausscheiden. 

Mario Dietel trat für die Grünen im Wahlkreis Hohenlohe an. Den Kampf um das Direktmandat hat er verloren, über die Landesliste wäre er um ein Haar ins neue Parlament eingezogen.
Mario Dietel trat für die Grünen im Wahlkreis Hohenlohe an. Den Kampf um das Direktmandat hat er verloren, über die Landesliste wäre er um ein Haar ins neue Parlament eingezogen.  Foto: Ralf Seidel

„Vielleicht öffnet sich ja die eine oder andere Tür“

Wie geht es nun mit ihm weiter? Seit 2025 arbeitet Dietel im Staatsministerium von Baden-Württemberg im Bereich Social Media und digitale Kommunikation. Statt Kretschmann wird dort künftig Özdemir residieren, wenn ihn der Landtag zum neuen Ministerpräsidenten wählt. „Ich sondiere jetzt erstmal die Lage, vielleicht öffnet sich ja die eine oder andere Türe.“ Klar sei: „Ich bleibe Hohenlohe auf jeden Fall erhalten.“ Dietel ist unter anderem Vorsitzender der Fraktion Grüne/UNS im Öhringer Gemeinderat und Kreisvorsitzender der Grünen. 

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Tritt er wieder an? 

Wird er bei der nächsten Landtagswahl wieder antreten? Oder vielleicht schon früher bei der Bundestagswahl? „Es wäre vermessen, am ersten Tag nach der Wahl so weit in die Zukunft zu blicken. Politik macht mir Spaß, und ich glaube, von mir aus einen guten Teil dazu beitragen zu können, dass wir nach vorne kommen im Land.“  

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