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Landtagswahl 2026
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Carola Wolle tritt für die Alternative für Deutschland bei der Landtagswahl im März an

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Seit 2021 sitzt Carola Wolle für die AfD im Landtag von Baden-Württemberg. Die 62-Jährige, die im Wahlkreis Neckarsulm antritt, legt den Fokus auf die Themen Bildung und Gesundheit. 

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„Die Brandmauer wird in Baden-Württemberg eher nicht bröckeln“, sagt Carola Wolle, die für die AfD im Wahlkreis Neckarsulm antritt.
„Die Brandmauer wird in Baden-Württemberg eher nicht bröckeln“, sagt Carola Wolle, die für die AfD im Wahlkreis Neckarsulm antritt.  Foto: Ranjo Doering

Ihr Vater war Sozialdemokrat, der Onkel bei der CDU. „Ich bin sehr politisch aufgewachsen. Es wurde viel über Politik gestritten“, sagt Carola Wolle und lächelt. Und doch entschied sich die gebürtige Heilbronnerin für eine andere Partei. Seit 2013, also seit dem Gründungsjahr, ist sie Mitglied der Alternative für Deutschland (AfD). Am 8. März tritt die 62-Jährige für diese bei der Landtagswahl als Direktkandidatin im Wahlkreis Neckarsulm an.

Wolle hofft, dass ihre Partei im Land „20 Plus Prozent“ erreicht und könnte sich eine Koalition mit der CDU vorstellen. „Die Brandmauer wird in Baden-Württemberg aber eher nicht bröckeln“. Obwohl sie auf der erstmals aufgestellten Landesliste nur auf Platz 28 steht, rechnet die Diplom-Kauffrau damit, dass sie wieder in den Landtag einzieht.

Carola Wolle: „Die gesundheitliche Versorgung ist bedroht“

Was für Wolle die wichtigsten landespolitischen Anliegen sind? Vor allem das Thema Bildung, sagt sie mit Verweis auf das Abschneiden Deutschlands bei der Pisa-Studie. Das Ausbildungsniveau von Schulabgängern müsse verbessert werden, „es werden weniger fachliche Grundlagen vermittelt, sondern zu verstärkt Kompetenzen“. Auch der Zustand der Krankenhäuser sorgt Wolle, die Mitglied im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration im Stuttgarter Landtag ist. „Viele Krankenhäuser sind insolvent oder von der Insolvenz bedroht.“

Die Investitionen in diese Gesundheitseinrichtungen müssten vom Land getragen werden, das passiere aber nicht im vollen Umfang. „Deshalb verschulden sich die Gemeinden oder das Krankenhaus muss es irgendwie stemmen. Die gesundheitliche Versorgung ist bedroht“, erklärt die in Beilstein lebende Politikerin, die gerne wandert und mit ihrem Hund in der Natur unterwegs ist. Die AfDlerin fordert einen wirksamen Plan, um Krankenhäuser zu versorgen und zu finanzieren. Verbesserungswürdig sei auch der öffentliche Nahverkehr, der „sicherer und zuverlässiger“ werden müsse.

Wolle betont im Gespräch mehrmals: „Städte und Gemeinden haben zu wenig Geld.“ Bund und Länder würden die Verantwortung und Finanzierung an die Kommunen weiterreichen. Für Unternehmer und Landwirte sollte Bürokratie abgebaut werden. Abstriche sollten bei Investitionen in „Gender-Gaga“ und „femininer Politik“ gemacht werden, erklärt Wolle - ohne wirklich konkret zu werden. „Männer und Frauen sind doch inzwischen gleichberechtigt, nicht nur auf dem Papier“, stellt die 61-Jährige, die sich selbst als emanzipierte Frau beschreibt, fest.

Fehlender Glaube an menschengemachten Klimawandel

Und das Thema Klimaschutz? An den menschengemachten Klimawandel glaubt Carola Wolle nicht, zahlreiche Wissenschaftler weltweit, die diesen bestätigen, würden „dem Mainstream hinterherlaufen“, kritische Wissenschafts-Stimmen würden aus „Fremd- und Drittmitteln ausgegrenzt“.

Wolle ist derzeit die einzige Frau in der AfD-Landtagsfraktion. Wie sie zu der umstrittenen Aktion einer ihrer Landtagskollegen steht, der einen „Abschiebe-Kalender“ veröffentlichte? „Ich würde ihn nicht aufhängen, aber er kam gut an. Und es spiegelt auch die Situation wider.“

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