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Kleine Parteien im Wahlkreis Heilbronn: Deshalb treten vier Direktkandidaten an

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Die Wähler im Wahlkreis Heilbronn haben die große Auswahl: Neben Vertretern der sechs im Land- und Bundestag vertretenen Parteien kämpfen auch vier weitere Bewerber um Stimmen. Das sind deren Aussagen.

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Zehn Personen wollen im Wahlkreis Heilbronn das Direktmandat für die Landtagswahl holen. Neben den sechs großen Parteien, die im Bundes- und Landtag vertreten sind, schicken auch „Die  Gerechtigkeitspartei“, die ÖDP, Volt und das BSW eigene Kandidaten ins Rennen.

BSW: Joachim Tabler hofft auf Direktmandat im Wahlkreis Heilbronn

Joachim Tabler.
Joachim Tabler.  Foto: privat

Joachim Tabler will für das BSW in den Landtag. Er steht zudem auf Listenplatz eins des BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit) und hofft zudem auf das Direktmandat im Wahlkreis Heilbronn. Die Chancen? „Wir kämpfen um die fünf Prozent“, sagt der Vorsitzende des BSW-Kreisverbands Heilbronn-Franken mit Blick auf die Hürde, die die Partei überspringen muss, um nach Stuttgart zu kommen.

Auf Bundesebene setze sich die Partei für Frieden ein, im Land gehe es um die Wirtschaft – und hier auch um die Automobilindustrie. „Wir brauchen ganz klar einen Stopp des Verbrenner-Aus“, betont er im Gespräch mit der Stimme-Mediengruppe. Geld möchte er nicht in die Armee stecken, sondern in Bildung und Infrastruktur. „Bei den geplanten Investitionen in die Aufrüstung bleibt für unsere Sozialsysteme zu wenig übrig.“

Die Gerechtigkeitspartei: Ismat El Beik für Deckelung von Mieten

Ismat El Beik möchte als Direktkandidat in den Landtag.
Ismat El Beik möchte als Direktkandidat in den Landtag.  Foto: privat

Ismat El Beik möchte für „Die Gerechtigkeitspartei“ in den Landtag. Er habe sich von den aktuellen Parteien nicht vertreten gefühlt, begründet er seine Kandidatur. In Deutschland geboren, hier aufgewachsen und die Schule besucht: Es sei ein Privileg, sagt er. Ismat El Beik möchte Rentnern, Migranten und jenen eine Stimme in Stuttgart geben, die mit der Politik unzufrieden seien. Geldsorgen würden die Menschen umtreiben, deshalb möchte er sich dafür einsetzen, die Mieten zu deckeln. 

Volt: Ignaz Simon fühlte sich von etablierten Parteien nicht gehört

Für Volt tritt Ignaz Simon an, er fand nach der letzten Bundestagswahl den Weg in die Partei. Vor allem der europäische Gedanke ist ihm ein Anliegen. „Ich habe mich lange Zeit nicht groß von den etablierten Parteien gehört gefühlt“, begründet er sein politisches Engagement. Vielleicht müsse man deshalb eine kleine Partei unterstützen, so seine Überlegung damals.

Die Gesellschaft sei eingeschlafen. Er spricht von einer Verdrossenheit, die Beliebtheitswerte der Politiker seien im Keller. Seit wenigen Jahren lebt er in Heilbronn: Man sehe, sagt er, dass in der Innenstadt ein Teil der Bevölkerung fehle. Doch gerade die Personen, die nicht in der City seien, würden über Heilbronn schimpfen. Der Kontakt zwischen den gesellschaftlichen Blasen finde nicht statt, das möchte er ändern. 

Julian Ostfalk möchte für die ÖDP in den Landtag.
Julian Ostfalk möchte für die ÖDP in den Landtag.  Foto: privat

ÖDP: Julian Ostfalk fordert Verbot von Lobby- und Konzernspenden

Für die ÖDP möchte Julian Ostfalk das Direktmandat holen. In einer E-Mail heißt an unsere Redaktion heißt es: „Die ÖDP steht für eine saubere Demokratie: Konzern und Lobbyspenden an Parteien und Politiker müssen endlich verboten werden,“ so Julian Ostfalk. Das Ziel der Politik müsse es sein, „die Lebensqualität jetziger und zukünftiger Generationen zu erhalten und zu sichern“. 

Für die ÖDP sei es verantwortungslos, wenn die etablierten Parteien mit immer neuen Versprechungen die materiellen Ansprüche immer höher treiben. Die ÖDP wende sich gegen dieses „kurzfristige und grenzenlose Konsum- und Wachstumsdenken“. Die Klimakrise sei nur eine Folge davon, so die Mail.

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