Bildung und Inklusion sind Linken-Kandidatin Emma Weber Herzensangelegenheiten - nicht nur für ihren Wahlkreis Eppingen
Nordheimer Mitglied der Linken kandidiert für den Wahlkreis Eppingen. Bildung und Inklusion liegen Kandidatin Emma Weber besonders am Herzen. Was die 32-Jährige über Wohnraum und ÖPNV denkt:

Soziale Gerechtigkeit, Bildung und Inklusion: Für Emma Weber sind das keine Lippenbekenntnisse. Als Landtagsabgeordnete möchte sie sich im Fall ihrer Wahl für diese Herzensangelegenheiten auch politisch einsetzen. Für die Nordheimerin, die 2019 Mitglied der Partei Die Linke wurde, ist es bereits die vierte Kandidatur um einen Gremienplatz.
Ihren ersten Versuch unternahm sie 2021, damals noch als Studentin, vor der letzten Landtagswahl. Auch für den Kreistag des Landkreises Heilbronn warf sie ihren Hut ihren Ring. Nicht zuletzt versuchte sie es als Bundestags-Kandidatin für den Wahlkreis Neckar-Zaber. Jetzt, mit 32 Jahren, fühlt sie sich erfahren und stark genug für einen vierten Anlauf.
Bildung steht und fällt mit der Zahl des Personals an Kitas und Schulen
Emma Weber arbeitet mittlerweile als Fachangestellte für Vorsorge und Versicherungen in einer Bank in Heilbronn. „Im Gespräch mit meinen Kunden bekomme ich viel mit, was mich auch politisch motiviert.“ Soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit sind konstante Themen, die die Nordheimerin bewegen. Besonders am Herz liegt ihr die Bildung. Und die fängt für Emma Weber von Kindesbeinen an. Es müssten mehr Kindergartenplätze geschaffen werden.
Emma Weber weiß: Um genügend geeignetes Personal zu bekommen, muss viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Einstweilen reiche es hinten und vorne nicht: „Wie können Politiker, wie Friedrich Merz fordern, dass alle mehr arbeiten müssen, wenn es nicht genügend Kindergartenplätze gibt“ fragt die Linken-Politikerin. Besonders Frauen würden auf diese Weise ausgebremst, ärgert sie sich.
Wie Emma Weber Lehrerinnen und Lehrer stärken möchte
Auch die Schulen nimmt Emma Weber unter ihre Fittiche. Der bauliche Zustand sei hier und da mangelhaft. Als Beispiel nennt die Kandidatin sanierungsbedürftige Toiletten. Auch gebe es immer noch Schulen, die Rollstuhlfahrer nicht oder nur beschwerlich nutzen können. In diesem Punkt ist sie als Schwester eines gehbehinderten Bruders besonders sensibel.
Für wichtig hält die 32-Jährige auch, die Schulen personell besser auszustatten. „Die Lehrerinnen und Lehrer müssen sich wieder auf das konzentrieren können, wofür sie studiert haben“, ist Emma Weber wichtig hervorzuheben. Schulen in ländlichen Raum seien oft mit veralteten Materialien und Lehrmitteln ausgestattet. Auch das möchte sie im Falle ihrer Wahl mithelfen, abzuschaffen, und: „Die Digitalisierung an den Schulen muss zielgerichteter sein.“
ÖPNV und Wohnraum: So hängt das laut der Kandidatin zusammen
Verbesserungsbedarf sieht Emma Weber auch im Bereich des Wohnraums für Studenten. Das Land müsse helfen, Studentenwohnheime an den Studienorten zu errichten. Es dürfe nicht sein, dass das Studium vom Geldbeutel der Eltern abhängt, findet die studierte Politik- und Gesellschaftswissenschaftlerin.
Als Kandidatin des Wahlkreises Eppingen ist Emma Weber der ländliche Raum ein besonderes Anliegen. Dörfer dürften nicht länger vom ÖPNV abgeschnitten sein, fordert sie. Und so will sich die Kandidatin um einen Platz im Stuttgarter Landtagsplenum für die Wiederauferstehung der Zabergäubahn einsetzen. Die Dörfer könnten helfen, die Wohnungsnot zu lindern, ist Emma Weber überzeugt. Schließlich gebe es gerade im ländlichen Bereich viel Leerstand. „Aber das geht nur, wenn man im selben Atemzug den ÖPNV deutlich verbessert“, weiß die Nordheimerin.
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