AfD-Abgeordneter Anton Baron: „Ich hätte mir schon ein bisschen mehr erwartet“
Dass der 38-Jährige aus Öhringen zum dritten Mal in den Landtag einzieht, war schon vor der Wahl klar. Diesmal holte er rund zehn Prozentpunkte mehr als 2021. Trotzdem ist Anton Baron nicht ganz zufrieden.
Anton Baron aus Öhringen hat sein Landtagsmandat im Wahlkreis Hohenlohe verteidigt. Das stand schon vorher fest. Deshalb ging es nur noch um zwei Fragen: Kann er das Direktmandat holen? Und: Wie viel Prozent holt er?
Am Ende waren es rund zehn Prozentpunkt mehr als bei der Wahl 2021. Und damit das beste absolute Ergebnis, das er seit 2016 erzielt hat. Trotzdem wirkt der 38-Jährige nicht ganz zufrieden, als die Stimme ihn am Montagmittag erreicht. „Ich hätte mir schon ein bisschen mehr erwartet.“ Wie viel mehr? „25 bis 26 Prozent.“
2021 hatte Baron landesweit das zweitbeste Ergebnis
Beim Blick zurück wird klar, warum Baron mit seinem Ergebnis etwas hadert. „2021 hatte ich landesweit das zweitbeste AfD-Ergebnis.“ Jetzt sei es nur noch das „Zehntbeste“. Dass er in AfD-Hochburgen wie den Künzelsauer Taläckern sehr gut abschneidet, war klar. Dagegen fällt das Ergebnis in Öhringen ab, „obwohl ich hier inzwischen stark verankert bin“. Baron wohnt in Öhringen, die Stadt bleibt sein Lebensmittelpunkt. Mitte des Jahres wird er zum zweiten Mal Vater. Und in Zukunft soll die Familie etwas mehr in den Mittelpunkt rücken. Das heißt: Anton Baron wird wohl nicht mehr AfD-Fraktionsvorsitzender im Landtag.

Baron glaubt, dass die AfD 2031 an die Regierung kommt
Dafür brennt er weiter für seinen Abgeordneten-Job. Und blickt schon auf die nächste Landtagswahl 2031. „Es geht ja jetzt gerade so weiter mit Grün-Schwarz.“ Das heißt aus Barons Sicht: Es geht viel zu wenig voran in diesem Land. Deshalb: Spätestens in fünf Jahren „ist es so weit, dass die AfD Regierungsverantwortung übernimmt“. Dass es so kommt, „davon bin ich fest überzeugt, und das stellt auch für meine weitere politische Tätigkeit als AfD-Abgeordneter einen großen Reiz dar.“
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