FDP-Chef Lindner schießt gegen Habeck: „Was macht er eigentlich beruflich?“
Die FDP steckt in den Umfragen unter der Fünf-Prozent-Hürde fest. Auf ihrem Parteitag zeigt sich FDP-Chef Christian Lindner kämpferisch – und greift die Regierung und die AfD scharf an.
Gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl 2025 hat sich die FDP zum außerordentlichen Parteitag in Potsdam getroffen. Darin warnt die FDP-Spitze unter Parteichef Christian Lindner vor einer schwarz-grünen Koalition.
Stattdessen werben die Liberalen für ein Regierungsbündnis aus FDP und Union. Lindner spart in seiner Rede auch nicht an Kritik: vor allem an der rot-grünen Regierung nach dem Auseinanderbrechen der Ampel-Koalition und der AfD.
FDP-Parteitag: Christian Lindner ruft zur Verteidigung der politischen Mitte auf
Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat zur Verteidigung der politischen Mitte in Deutschland aufgerufen. Diese stehe von links und von rechts unter Druck, sagte er beim außerordentlichen Parteitag der Liberalen in Potsdam. „Die Mitte darf sich nicht einschüchtern lassen, die Mitte darf nicht weichen. Wenn die Mitte weicht, ändert sich unser Land.“

Lindner schließt auf FDP-Parteitag Koalition mit Grünen aus
FDP-Chef Lindner verteidigte das Ausscheiden der Liberalen aus der Ampel-Koalition. „Wir hatten keine andere Wahl“, sagte er. Die FDP habe angesichts der Wirtschaftskrise eine Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik gefordert, die Ampel habe aber nicht liefern können. „Wir hätten unsere Ämter retten können. Wir hätten die Selbstachtung verloren und dem Land geschadet.“
Besonders heftig kritisierte Lindner Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne): „Was macht er eigentlich beruflich?“, fragte Lindner über Habeck. „Robert Habeck ist die größte Wachstumsbremse in diesem Land.“
Ein Bündnis mit den Grünen schloss Lindner aus. Dies gelte auch für eine Jamaikakoalition. Sondierungsgespräche über ein schwarz-grün-gelbes Bündnis waren bereits 2017 an Lindner gescheitert.
FDP-Parteitag: Christian Lindner greift AfD scharf an
Auf dem FDP-Parteitag griff Lindner die AfD scharf an und kritisierte die aktuellen Demonstrationen gegen rechts: „Die AfD macht man nicht klein mit Lichterketten. Die AfD macht man klein, indem man die Probleme klein macht, die diese Partei einst groß gemacht haben.“
Der FDP-Vorsitzende forderte mehr Anstrengungen in Deutschland, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. „Wer Spitzenleistung bringt, kann spitzenmäßig leben. Umgekehrt: Wer nur Mittelmaß in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ist, der wird irgendwann auch nur noch mittelmäßig leben.“
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