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CDU gewinnt trotz Schwankungen, AfD legt zu:  So hat der westliche Landkreis Heilbronn gewählt

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Bei der Bundestagswahl gibt es im westlichen Landkreis Heilbronn regionale Unterschiede. Zu den großen Verlieren gehört die FDP, die Linke kann dagegen gewinnen. Kleinparteien sind überraschend stark.

Abstimmen im Lauffener Wahllokal in der Rathausburg: In der Stadt am Neckar haben die Bürgerinnen und Bürger überwiegend CDU und AfD gewählt.
Foto: Lina Bihr
Abstimmen im Lauffener Wahllokal in der Rathausburg: In der Stadt am Neckar haben die Bürgerinnen und Bürger überwiegend CDU und AfD gewählt. Foto: Lina Bihr  Foto: Lina Bihr

Bei den Wahlergebnissen zur Bundestagswahl zeigen sich im westlichen Landkreis deutliche Unterschiede: Während die CDU stärkste Kraft ist und die AfD besonders in ländlichen Gemeinden extrem hohe Werte erreicht, sackt die SPD ab. Grüne und FDP variieren stark, erreichen aber nur selten Spitzenwerte. Der Überblick.

Wahlergebnisse im westlichen Landkreis Heilbronn: So fallen die Erststimmen aus

CDU-Direktkandidat Fabian Gramling ist im Wahlkreis Neckar-Zaber überall stärkste Kraft, oft mit Ergebnissen über 35 Prozent. Besonders stark ist er in Cleebronn (42,97 Prozent) und Neckarwestheim (42,15 Prozent), schwächelt aber in Zaberfeld (33,11 Prozent) und Pfaffenhofen (35,18 Prozent). Alexander Throm (CDU) führt klar im Wahlkreis Heilbronn, mit 40,79 Prozent in Massenbachhausen und 36,55 Prozent in Schwaigern.

Dieter Glatting (AfD) ist in vielen Kommunen zweitstärkste Kraft, oft zwischen 20 und 32 Prozent. Besonders viel Zustimmung erhält er in Zaberfeld (32,92 Prozent), Pfaffenhofen (31,68 Prozent) und Güglingen (27,85 Prozent), auch in Nordheim (22,49 Prozent) und Neckarwestheim (23,31 Prozent) liegt der AfD-Mann über 20 Prozent. Rückhalt gibt es für Glatting jedoch nicht aus seiner Heimatstadt Lauffen – dort kommt er auf seinen niedrigsten Wert (18,01 Prozent). Im Wahlkreis Heilbronn erzielt AfD-Mann Jürgen Kögel 27,43 Prozent in Massenbachhausen und 21,63 Prozent in Schwaigern.

Mario Sickinger (SPD) kommt selten über 16 Prozent, sein bestes Ergebnis erhält er in Lauffen (16,95 Prozent), sein Kollege Jens Schäfer erhält in Massenbachhausen 13,6 Prozent. Für die Grünen gibt es keine dominanten Ergebnisse: Direktkandidat Lars Maximilian Schweizer pendelt meist zwischen sieben und 13 Prozent, in Lauffen (13,03 Prozent) schneidet er am besten ab. Jonathan Ebert erreicht in Massenbachhausen nur 4,26 Prozent.

Die FDP rutscht in beiden Wahlkreisen stark ab: Andrey Belkin liegt meist unter fünf Prozent, auch im Wahlkreis Heilbronn erreicht die FDP mit Michael Link nur 4,36 Prozent in Massenbachhausen.Bestwerte erreicht Linken-Kandidatin Julia Schlembach etwa in Kirchheim (7,81 Prozent) und Bönnigheim (5,84 Prozent), Christoph Mössinger (Linke) erhält 5,15 Prozent in Schwaigern.

Westlicher Landkreis Heilbronn: Die Ergebnisse der Zweitstimmen

Die CDU hat in den meisten Kommunen hohe Werte, legt besonders in Leingarten um zehn Prozentpunkte (31,96 Prozent) zu. Stark ist sie in Cleebronn (35,47 Prozent), in Zaberfeld (28,72 Prozent) schneidet sie schwächer ab. Den meisten Zugewinn mit durchschnittlich 11,8 Prozent in allen Kommunen verzeichnet aber die AfD. In Bönnigheim ist sie mit 18,37 Prozent vergleichsweise schwach, während sie ihre Werte gegenüber 2021 in anderen Kommunen fast verdoppeln konnte: Sowohl in Pfaffenhofen (32,87 Prozent, plus 15,13 Prozent) als auch in Zaberfeld (32,61 Prozent, plus 13,84 Prozent) liegt sie vor der CDU.

Auch in Brackenheim (24,79 Prozent) und Neckarwestheim erreicht die AfD über 20 Prozent. Die Grünen schneiden überdurchschnittlich stark ab, wo die AfD schwächer bleibt. In Lauffen erzielen die Grünen ihr bestes Ergebnis (14,14 Prozent) und fahren nur geringe Verluste ein – am stärksten in Cleebronn(9,40 Prozent, minus 4,8 Prozent). Die SPD verliert dagegen besonders in Massenbachhausen (11,89 Prozent, minus 11,04 Prozent. Die meisten Federn lässt die FDP, im Durchschnitt verliert sie in allen Kommunen 10,5 Prozent.

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) ist auf niedrigem Niveau vertreten, den besten Wert erreicht die Partei in Kirchheim (4,78 Prozent). Dort schafft auch Die Linke ihr bestes Ergebnis (7,64 Prozent), steigert sich insgesamt um 2,6 Prozent.

In einigen Kommunen erreichen nur vier Parteien die Fünf-Prozent-Hürde, etwa in Cleebronn, Leingarten oder Pfaffenhofen, was auf eine starke Konzentration der Wähler auf einzelne Parteien hindeutet. In Güglingen schneiden vor allem die Kleinparteien stark ab, der Anteil an Stimmen für „Sonstige“ liegt bei 21,66 Prozent – allein das BSW liegt bei 4,05 Prozent.

Wahlergebnisse im westlichen Landkreis Heilbronn: Wahlbeteiligung stark gestiegen

In allen Kommunen des westlichen Landkreises ist die Wahlbeteiligung mit über 80 Prozent hoch, vor allem Nordheim (87,05 Prozent) und Zaberfeld (86,33 Prozent) liegen vorn. Die niedrigste Beteiligung gab es in Güglingen mit 81,81 Prozent. Sprunghaft gestiegen ist die Wahlbeteiligung in Neckarwestheim: 2021 lag sie bei 79,05 Prozent, 2025 bei 85,89 Prozent – eine Steigerung von 6,84 Prozent.  

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