Bundestagswahl 2025: SPD-Absturz nach Realitätsverweigerung von Kanzler Olaf Scholz
Die CDU gewinnt mit einem dürftigen Resultat. Die Partnerwahl dürfte nach der Bundestagswahl sehr schwer werden, meint unser Autor.
Wenn am Wahlabend weitestgehend die seit Wochen veröffentlichten Prognosen bestätigt werden, dann macht das vor allem eines deutlich: Keine Partei konnte mit ihren Argumenten neue Wähler hinzugewinnen – abgesehen von der Linken.
Bundestagswahl 2025: Kaum CDU-Gewinne – SPD-Absturz war absehbar
Die CDU gewinnt zwar, doch mit dem Ergebnis kann sie nicht zufrieden sein. Von der Unbeliebtheit der geplatzten Ampel kann Kanzlerkandidat Merz nur wenig profitieren. Doch darum geht es jetzt aber nicht, sondern um eine schnelle Regierungsbildung mit klaren Kurskorrekturen. Und die wird schwer genug, wenn die CDU zwei Koalitionspartner benötigen sollte.
Der historisch einmalige Absturz der SPD war absehbar. Für alle, nur nicht für Olaf Scholz, der bis zuletzt der Meinung war, er wäre der beste Kanzler für Deutschland und nur er könne die Probleme lösen. Es war eine Realitätsverweigerung, von der ihn nicht mal die treuesten Genossen abbringen konnten. Zu sehr stand Scholz für das Ampel-Chaos. Die SPD muss nun mit Boris Pistorius einen Neuanfang starten und sich in einer möglichen Koalition von so manchen sozialdemokratischen Wunschträumen verabschieden.
Blaues Auge für Grüne – AfD fährt befürchtet starkes Ergebnis ein
Die Grünen kommen mit einem blauen Auge davon, obwohl Robert Habeck wie kein anderer für die desaströse Wirtschaftspolitik steht. Koalitionschancen hat man aber nur, sollte die FDP den Sprung ins Parlament nicht schaffen.
Die AfD fuhr das befürchtet starke Ergebnis ein, eine Koalitionsalternative ist sie aber für niemand. Fakt ist zudem, dass sich das Wahlverhalten zwischen Ost und West weiter auseinandergedriftet ist.
Am Ende zählt trotz unklarer Verhältnisse nur eines: Deutschland muss jetzt aus der Schockstarre erwachen, endlich fit für die Zukunft gemacht werden und alle Bürokratiehemmnisse über Bord werfen, damit die Wirtschaft wieder in Schwung kommt. Und das sind Herausforderungen genug für die neue Regierung.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare